5 Tricks, mit denen Sie sich auch noch abends motivieren, zu lernen

 
Viel Wasser und/oder Tee, Bananen, Koffein, Äpfel, Guarana, dunkle Schokolade und frische Luft sollen da Gutes bewirken. Schön, all das mögen Wachmacher sein. Und möglicherweise helfen sie Ihnen auch, den Leistungsabfall aufzufangen und noch eine Runde länger durchzuhalten. Aber das sind nur Momentaufnahmen…

Wie hält man die Marathonlerntage und -nächte kurz vor wichtigen Klausuren durch? Wir haben einige Vorschläge zusammengetragen, wie Sie trotz stundenlangem einpauken von Lernstoff, so trocken er auch sein mag, nicht schlapp machen…

 

Schnelle Lösungen halten nicht lange an

Jeder Mensch, der lange Arbeitstage zu bewältigen hat, ist an deren Ende platt. Wer dann noch den Mut aufbrachte, ein Teilzeit-, Abend-, Wochenend- oder Fernstudium zu beginnen und auch durchziehen zu wollen – Hut ab! Denn das erfordert ein ungeheures Maß an Selbstdisziplin und Selbstmotivation. Bleibt nicht aus, dass Sie auch Phasen der Erschöpfung erleben werden. Denn auch Ihre Tage (und Nächte, um diesem Scherz gleich vorzubeugen) haben nur 24 Stunden. Aus diesem Grunde macht es Sinn, schon im Vorfeld langfristige Strategien für sich zu entwickeln, mit denen Sie solchen schwierigen Zeiten wirkungsvoll entgegensteuern können.

Der Kampf gegen kurzfristige Ermüdungserscheinungen ist also leider nur ein kleiner Nebenschauplatz. Er kann nicht dauerhaft gewonnen werden, was die Sache umso mühseliger macht. Die nachfolgenden fünf Kniffe sollen Ihnen daher auf längerfristige Sprünge helfen.

  • Szenenwechsel: Das Fenster ist offen und Sie spüren, riechen die laue Sommernacht. Aber Sie dürfen sie nicht genießen? Stattdessen müssen drinnen, am Schreibtisch, sitzen bleiben, und lernen? … Falsche Einstellung! Oder war der Schritt zum Studium nebenbei nicht Ihre eigene Entscheidung? Verbannen Sie also das Verb „müssen“ ab sofort aus Ihrem Wortschatz. Zumindest im Zusammenhang mit Ihrem Bildungsvorhaben. Überlegen Sie sich stattdessen positiv besetzte Vokabeln.
  • Machen Sie Ihren inneren Schweinehund zu Ihrem Verbündeten, indem Sie ihn fortwährend trainieren. Also auch tagsüber. Schreiben Sie sich Ihre Ziele auf – damit gehen Sie quasi kleine Verträge mit sich selbst ein. Beginnen Sie damit, dass Sie sich endlich einmal die Aufgaben vornehmen, die Sie schon lange vor sich herschieben. Anfangs genügen winzige Vorhaben, von denen Sie wissen, dass Sie sie in jedem Fall bewältigen können. Sobald Sie merken, dass Sie die Erwartungen an sich selbst zu hoch geschraubt haben, fahren Sie sie wieder herunter auf einen für Sie individuell realistischen Level. Damit ersparen Sie sich unnötige Frustrationen. Vermeiden Sie bei der Ausführung Multitasking. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf jeweils eine Sache und versuchen Sie, diese zu Ende zu bringen. Jede Erledigung wird Ihnen ein gutes Gefühl geben. Wenn Sie noch mehr davon haben wollen, steigern Sie ihre Anforderungen. Langsam.
  • Locken Sie sich selbst mit kleinen Belohnungen. Verwöhnen Sie sich ein bisschen. Gönnen Sie sich Ruhepausen und Auszeiten. Es nutzt Ihnen nichts, wenn Sie sich in Ihrer geistigen Sackgasse drehen und wenden. Sind Sie ausgelaugt, kommen Sie da nicht wieder raus. Überschlafen Sie es. Sind Sie frisch und ausgeruht, kommen auch die Perspektiven wieder zurück.
  • Testen Sie ein Zeitmanagement-Konzept aus. Wenn Sie feststellen, dass es Ihnen nicht so richtig liegt, versuchen Sie ein anderes. Zu den Klassikern gehört das von und nach US-Präsident Dwight D. Eisenhower benannte Prinzip, die Eisenhower-Methode oder -Matrix. Wem das zu umständlich erscheint, wird vielleicht auch mit der ABC-Methode nicht warm werden. Sie könnten sich dann aber an der Strategie von David Allen orientieren. Der US-Autor und Coach nennt seinen Ansatz „Getting Things Done“, kurz GTD. Was Sie ebenfalls weiterbringen dürfte, ist die Erstellung von (Not-)To-Do-Listen zum Ausschalten von Zeitdieben, wie dem ständigen Checken Ihres E-Mail-Accounts oder der Ihrer Social Networks oder Ihres Handys.
  • Verbinden und verbünden Sie sich mit – nein, nicht „Leidensgenossen“, sondern (siehe Punkt 1: positiver Ausdruck) „Mitstreitern“. Lernen Sie wenigstens an einem Abend pro Woche in und mit einer Gruppe Gleichgesinnter. Insbesondere Fernhochschulen bieten auch Chatmöglichkeiten an und stellen Foren bereit. Es macht mehr Spaß, Aufgaben mit Kommilitonen lösen. Das so Erarbeitete bleibt dann auch besser hängen.

Ganz gleich, ob Sie sich einen der Tipps zu Herzen nehmen, oder alle, oder keinen. Hauptsache, Sie fangen an. Hauptsache, Sie halten es mit dem US-amerikanischen Schriftsteller und Berater von Franklin D. Roosevelt, Napoleon Hill (1883-1970), der einmal sagte: „Warten Sie nicht. Es wird nie der richtige Zeitpunkt sein. Fangen Sie an, wo Sie sich gerade befinden, mit den Werkzeugen, die Ihnen zur Verfügung stehen und es werden sich bessere Werkzeuge entlang Ihres Weges finden!“