Sprachen neben dem Beruf oder Studium lernen: Tipps zum Zeitmanagement

Sprachen bringen nicht nur beruflich, sondern auch privat weiter…

Sprachen lernen zählt zu einem der interessantesten, zugleich anstrengendsten Lerngebieten. Berufstätige Personen, welche neben ihrem Beruf eine neue Sprache erlernen möchten, müssen somit nicht nur ein großes Maß an Selbstdisziplin, sondern ebenfalls ein gutes Zeitmanagement besitzen. Der nachfolgende Artikel enthält einige Tipps zum Zeitmanagement bezüglich Sprachen neben dem Beruf oder Studium erlernen.

 

Überblick über den Lernstoff verschaffen

Eine neue Sprache zu erlernen bedeutet zugleich, eine neue Herausforderung anzugehen. Neben einer beruflichen Tätigkeit oder einem Studium erfordert das Sprachenstudium ein hohes Maß an Disziplin und gutes Zeitmanagement. Einer der Hauptfaktoren bezüglich Zeitmanagement beim Sprachen Lernen ist der Lernstoff. Je nach Sprachenlevel, Institut und Zielsetzung fällt der Lernstoff unterschiedlich intensiv aus. Aus diesem Grund sollten Sie sich einen guten Überblick über den anfallenden Lernstoff verschaffen. Je nachdem, wie Sie die Sprache lernen und ob Prüfungen anfallen, können Sie Ihren Lernstoff nach Semester, Teil- oder Endprüfungen sortieren.

Die Übersicht durch die Sortierung hilft Ihnen, einzelne Lernziele bzw. -schritte leichter zu erreichen. Hilfsmittel für eine bessere Übersicht sind unter anderem Mindmaps, Organigramme oder Verzeichnisse.

 

Zeitreserven fest einplanen

Wird eine Sprache neben einer Berufstätigkeit oder eines Studiums gelernt, ist ein Zeitplan bzw. Studienplan nahezu Pflicht. Er hilft Ihnen, Ihre Lernziele festzuhalten und feste Lernzeiten einzuplanen. Zugleich dient der Zeitplan dazu, Zeitreserven zu fixieren. Während dieser Zeiten machen Sie festgelegte Pausen, sodass Sie sich vom Arbeits- und Studienstress erholen können. Der Zeitplan ist stets abhängig von den eigenen Lernzielen. Muss bzw. will die Sprache schnell erlernt werden, gestaltet sich der Zeitplan äußerst straff.

Hingegen existieren viele Lernpausen und Zeitreserven, wenn die Sprache nur aus Spaß erlernt wird. Die Lernziele und andere wichtigen Daten werden immer schriftlich im Zeitplan vermerkt. Durch die schriftliche Fixierung definieren Sie genau, welcher Lernstoff ansteht und bis wann Sie ihn durchgearbeitet haben müssen bzw. wollen. Die schriftlichen Fixierungen lassen sich zugleich bei Bedarf jederzeit ändern, wodurch der Zeitplan einen gewissen Grad an Flexibilität aufweist.

 

Prioritäten setzen

Während Ihres Arbeits- und Studienalltags ist es wichtig, dass Sie Prioritäten setzen. Dies gilt auch für den Lernstoff. Anhand Ihres Studienplanes können Sie leicht festlegen, welche Priorität das Erlernen neuer Kapitel bzw. das Festigen alten Inhaltes hat. Der Studienplan sollte stets unter der Berücksichtigung von Prioritäten erstellt werden. Dies schließt ebenfalls das Aufbereiten von Basis- und Detailwissen mitein. Tageslernziele können als Priorität denselben Stellenwert besitzen wie allgemeine Lernziele. Jedoch motivieren Sie Tagesziele wesentlich mehr, um einen Lernfortschritt zu vermerken.

Der Studienplan sollte gepflegt, regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Somit können Sie Ihre Prioritäten leicht verändern, wenn Sie beispielsweise aufgrund Ihres Berufs oder Studiums weniger Zeit zum Lernen besitzen.

 

Effektive Lernstrategien finden

Nicht jeder Mensch lernt gleich. Aus diesem Grund existieren zahlreiche, verschiedene Lernstrategien. Um die freie Zeit außerhalb der Arbeit oder des Studiums sinnvoll zu nutzen, sollten Sie deshalb die für Sie effektivste Lernstrategie finden und diese während des Sprache Lernens anwenden. Auch effektive Lernhilfen fallen unter diesen Bereich. Dies können zum Beispiel festgelegte Intervalle sein, in welchen Sie den bereits gelernten Stoff wiederholen, Diskussionsgruppen zum gemeinsamen Lernen, die allgemeine Organisation des Lernstoffs mitsamt Einteilung in Kapiteln oder Bereiche oder die Erarbeitung von Zusammenhänge.

Haben Sie eine Lernstrategie gefunden, welche für Sie am besten arbeitet, sollten Sie an dieser konsequent festhalten und dauerhaft anwenden. Sie benötigen weniger Zeit zum Lernen und verspüren zugleich einen deutlich höheren Lernerfolg.

 

Den eigenen Lerntyp festlegen

Gleich wie Lernstrategien und -hilfen existieren mehrere Lerntypen. Dies sind der visuelle, auditive, motorische oder kommunikative Lerntyp. Während der visuelle Lerntyp den Lerninhalt vor sich sehen muss, benötigt der auditive Lerner eine akustische Lernkulisse wie etwa das laute Vorlesen des Stoffes. Der motorische Lerntyp erleichtert sich das Lernen, wenn er in Bewegung bleibt. Die Gesellschaft von anderen Lernenden bevorzugt hingegen der kommunikative Typ. Dieser spricht mit anderen Personen das Gelernte durch oder lernt am besten in der Gemeinschaft. Je nachdem, welcher Lerntyp Sie sind, hilft es Ihnen, Ihre Lernzeit sinnvoll zu nutzen.

Sind Sie beispielsweise ein motorischer Lerner, können aber nur am Schreibtisch sitzen, fällt das Lernen für Sie wenig effektiv aus. Stattdessen sollten Sie sich Ihren Typ bewusstmachen und die positiven Aspekte des jeweiligen Lerntyps anwenden.

 

Ablenkungen vermeiden und beseitigen

Damit die Lernzeiten gut und vor allem effektiv genutzt werden können, sollten Ablenkungen tunlichst vermieden werden. Dies können unter anderem das Handy, der Fernseher oder das Radio sein. Elektronische Geräte sollten deshalb während der Lernphasen ausgeschalten und erst nach Beendigung des Lernens wieder eingeschalten werden. Möchten Sie in Ruhe lernen, sind jedoch nicht alleine, sollten Sie einen ruhigen Raum aufsuchen, in welchem Sie vollkommen ungestört sind. Die Ruhe hilft vor allem auditiven, akustischen und motorischen Lernern, sich besser auf den Lernstoff zu konzentrieren.

Wenn möglich, verwenden Sie einen eigenen Lernraum. Dies ist ein Ort, an welchem Sie sich wohlfühlen und somit vollkommen konzentrieren können. Dennoch dürfen Sie auch wenn sie Ablenkungen beseitigt haben, nicht auf Lernpausen in regelmäßigen Abständen vergessen. Diese helfen Ihnen, sich etwas zu entspannen. Gleichzeitig kann das Gelernte „sacken“, wodurch es Ihnen länger im Gedächtnis bleibt.

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