Berufsbegleitend studieren: 7 essentielle Tipps

Ein Studium verlangt vom Studierenden viel Disziplin, Engagement und Management. Vor allem für nebenberufliche Studierende steht während ihres Studiums oft Stress und mangelnde Zeit an. Um das Studium berufsbegleitend dennoch zu absolvieren, sollen die nachfolgenden sieben Tipps helfen.

 

Das passende Studium wählen

Der Großteil der Studierende absolviert ein Präsenzstudium. Viele Studierenden müssen jedoch neben ihres Studiums arbeiten, um das Studium finanzieren zu können. Während eine geringfügige Anstellung meist die lebenswichtigen Kosten deckt und dennoch ausreichend Zeit für ein Vollzeitstudium bietet, stehen viele nebenberufliche Studierende bei einem Vollzeitstudium vor organisatorischen Problemen.

Um neben dem Studium berufstätig zu sein, sollte deshalb ein nebenberuflicher Studiengang gewählt werden. Diese Studienangebote existieren sowohl im Bachelor- wie Master-Studium, dauern zwei bis drei Jahre und richten sich auf die speziellen Bedürfnisse von Berufstätigen aus. Lehrveranstaltungen mit Präsenzpflicht finden in vielen Fällen am Abend oder am Wochenende statt, sodass diese sich nicht mit den Arbeitszeiten überschneiden. Zudem sind in diese Studien Selbstlernphasen ein wichtiger Bestandteil. Eine flexible Zeiteinteilung ermöglichen des Weiteren verschiedene Medien und Methoden wie das E-Learning, durch welches den Studenten zeit- und ortsunabhängig Unterlagen elektronisch zur Verfügung gestellt werden.

Welche berufsbegleitenden Studiengänge angeboten werden, unterscheidet sich immer von der jeweiligen Einrichtung. Das Angebot der Bildungseinrichtung ist jederzeit online einsehbar, sodass Interessenten einen schnellen Überblick über mögliche Studiengänge oder Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten.

 

Universität vor Fachhochschule

Während Universitäten vor allem theoretische Inhalte vermitteln, profitieren Fachhochschulen und ähnliche Bildungseinrichtungen von ihrem hohen Praxisanteil. Bei beiden Einrichtungen existiert eine klare Strukturierung für die Lehrveranstaltungen, sodass oft Blocklehrveranstaltungen oder Abendprogramme abgehalten werden. Dennoch bietet die Universität einen klaren Vorteil gegenüber der Fachhochschule.

An der Universität sind zahlreiche Lehrveranstaltungen frei wählbar, sodass der Stundenplan individuell zusammengestellt werden kann. Die Fachhochschule hingegen schreibt eine hohe Anzahl an Lehrveranstaltungen vor. An manchen Einrichtungen wechselt sogar der Stundenplan wöchentlich, sodass sich dieser nur für all jene Berufstätigen eignet, welche ihre Arbeitszeiten sehr flexibel festlegen können. Viele Fachhochschulen oder postgraduale Bildungseinrichtungen schreiben zudem eine mehrwöchige Praxiszeit vor. Falls diese nicht im eigenen Unternehmen absolviert werden kann, besteht ein weiteres Problem bezüglich Flexibilität für alle berufstätigen Studierenden.

 

Alternativ zum Fernstudium wechseln

Lässt sich trotz eines nebenberuflichen Studiengangs Arbeit und Studium nicht vereinen, bleibt als beliebte Alternative das Fernstudium über. Liegt der Wohn- und Arbeitsort des Studierenden in großer Distanz zur Bildungseinrichtung oder ist die Mobilität eingeschränkt, können mittels Fernstudium ebenfalls zahlreiche Weiterbildungen durchgeführt werden. Die durch das Fernstudium erworbenen Titel sind denen eines Vollzeitpräsenzstudiums gleichgestellt.

Das Studium selbst allerdings erlaubt größere Flexibilität bezüglich Lernzeiten und Teilnahme an Prüfungen sowie Lehrveranstaltungen. Im Gegensatz zum normalen berufsbegleitenden Studium verlangen Fernstudien allerdings größere finanzielle Mittel, da zusätzliche Kosten anfallen können. Ist ein Fernstudium aus finanziellen Gründen nicht möglich, sollte dennoch keine weitere Berufstätigkeit aufgegriffen sondern zu einem normalen berufsbegleitenden Studium gewechselt werden, da die Lernzeiten unter der höheren beruflichen Forderung leiden.

 

Selbstdisziplin an erster Stelle

Jedes Studium verlangt vom Studierenden großes Engagement und Selbstdisziplin. Da viele berufsbegleitende Studiengänge Lehrveranstaltungen vor allem nach den Arbeitszeiten am Abend oder am Wochenende abhalten, müssen Studierende mit einem berufsbegleitenden Studium besonders viel Selbstdisziplin und Zielstrebigkeit aufweisen. Da auch das Privatleben durch die Berufstätigkeit mitsamt Studium leidet, ist die Unterstützung des Partners oder der Familie wesentlich für einen erfolgreichen Studienabschluss. Zudem sollte immer die Absprache mit dem Chef bzw. Vorgesetzten gesucht werden, da nicht jedes Unternehmen eine Weiterbildung gutheißt.

 

Zeit gut einteilen

Eine normale Arbeitstätigkeit besteht in der Arbeitszeit, Freizeit und freien Tagen. Da aber nebenberufliche Studierende in ihrer freien Zeit lernen oder Lehrveranstaltungen besuchen müssen, steht Zeitmanagement an erster Stelle. Abseits der Arbeitszeiten sollte daher gut darauf geachtet werden, in Ruhe sich dem Studium widmen zu können. Ebenfalls sollte das Privatleben und ausreichend Ruhe- sowie Erholungsphasen mit eingeschlossen werden. Besonders Letztere sind wichtig, um ein Burn-out zu verhindern und dem Studienabbruch entgegenzuwirken. Ein effizientes Zeitmanagement sollte von Anfang an gegeben sein, da eventuell auftretende Änderungen im Beruf oder im Studium nicht immer leicht zu verändern gehen.

 

Finanzierung klären

Vor Antritt des Studiums sollten stets die eigenen finanziellen Mittel geklärt werden. Besonders wenn nicht nur der Student vom Verdienst abhängig, sondern Partner oder eine Familie vorhanden ist, ist eine Berufstätigkeit notwendig. Kann das Studium nur aufgrund der Berufstätigkeit durchgeführt werden, sollte immer das vorhandene Budget beachtet werden. Viele Studierende können Stipendien und andere öffentliche Förderungen beantragen, um ihr Studium zu finanzieren. Jedoch müssen sie in vielen Fällen spezielle Anforderungen erfüllen, um Zugang zu den finanziellen Ressourcen zu erhalten.

 

Kein Fernbleiben

Auch wenn die Zeit nur dürftig vorhanden ist, sollte weder der Arbeitsalltag noch der Studienalltag leiden. Wird die Zeit knapp, sollte weder die Arbeit noch die Lehrveranstaltung geschwänzt werden. Freie Tage sind rar und können für das Lernen für wichtige Prüfungen oder gemeinsame Tage mit der Familie genutzt werden. Beim Fernbleiben der Lehrveranstaltungen gehen wichtige Informationen verloren, welche wiederum nur durch dritte Personen erhältlich sind. Ebenfalls sollten Klausuren nicht unnötig aufgeschoben werden, da dies nur Stress verursacht. Zugleich leidet das Zeitmanagement darunter, da die freie Zeit unnötigerweise mit zusätzlichem Lernen versehen wird.