Berufsbegleitende Ausbildung zum Grafikdesigner

Leben Sie Ihre kreative Ader aus!

Der Beruf des Grafikdesigners/ der Grafikdesignerin ist äußerst anspruchsvoll. Gerade heute wird dieser freie Beruf dennoch häufig von Quereinsteigern ohne formalen Abschluss ausgeübt, die sich schon Grafikdesigner nennen dürfen. In Werbe- und Webagenturen sind Webdesigner ebenso als Grafikdesigner tätig wie Programmierer und PR-Fachleute. Wenn Sie bereits für Layouts, Printaufgaben, die Anzeigen- und Werbemittelgestaltung zuständig sind, ist die berufsbegleitende Ausbildung zum Grafikdesigner für Sie eine Chance. Auch Illustratoren und Umschülern aus technischen oder kaufmännischen Berufen eröffnet die Grafikdesign-Ausbildung neue Chancen.

 

Grafikdesign: Berufsbild und Anforderungen

Grafikdesign gehört zu den Berufsbildern, die sich rasant verändert haben. Entwarfen Designer während der achtziger Jahre meist Buchcover, layouteten Zeitschriften, Broschüren und Plakate, so sind sie inzwischen Teil der Dienstleistungskette der elektronischen Medien. E-Typografie gehört ebenso zum Berufsalltag des Grafikdesigners wie Webseitengestaltung, digitale Bildbearbeitung und Desktop-Publishing. Unter dem Begriff „Kommunikationsdesign“ bieten viele Aus- und Weiterbildungsträger zudem Ausbildungsgänge, die auch audivisuell orientiert sind und Textgestaltung mit einbeziehen.

Wer die berufsbegleitende Ausbildung zum Grafikdesigner anstrebt, benötigt nicht nur zeichnerisches Talent, sondern sollte sicher mit PC, Maus und Scanner umgehen können. Kreativität ist ebenso gefragt wie die Bereitschaft, sich verschiedenen Stilarten anzupassen, um die Vorlagen entsprechend der Bedürfnisse der Kunden umzusetzen.

 

Wo studieren: an der Uni, der Fernuni oder dem Fachkolleg?

Der freie Beruf des Grafikdesigners ist landesrechtlich geregelt und kann an Universitäten ebenso wie Fachhochschulen, Fachschulen und Kollegs absolviert werden. Staatliche Fach- und Fachhochschulen erheben nur geringe Gebühren, während private Kollegs oft teuer sind. Wenn Sie nebenberuflich studieren, erhalten Sie überdies kein BAföG. Dafür können Sie andere Leistungen beantragen, die Vollzeitstudenten versagt sind: etwa die Bildungsprämie, Wohngeld oder ALG II.

1. Das Fernstudium: Verschiedenste Berufsakademien bieten dieses Online-Studium mit Präsenzblöcken an. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Realschulabschluss. Außerdem erwarten die meisten Fernakademien eine Mappe mit grafischen Arbeitsproben, mit denen der Bewerber/die Bewerberin ihr Talent für die Grafikdesign-Ausbildung unter Beweis stellen soll.

Das Teilzeit-Fernstudium Grafikdesign dauert, je nach Spezialisierung, Anbieter und zeitlichem Aufbau, zwischen zwei und fünf Jahren. Es schließt mit dem Diplom Grafikdesign beziehungsweise Kommunikationsdesign ab. Anbieter des nebenberuflichen Grafikdesign-Fernstudiums sind die Diploma-Hochschule, die Eckert-Schulen und andere. Anbieteradressen zum Fernstudium Grafik-Design erhalten Sie beim Deutschen Hochschulverband.

2. Das Präsenzstudium: An der Technischen Hochschule Köln, der Diploma-Hochschule, der WINGS-Hochschule Wismar, der Donau-Universität Krems und an weiteren Hochschulen und Kollegs ist Grafikdesign im Abendstudium erlernbar. Eine Liste aller Design-Teilzeitstudiengänge bietet studieren.de.

 

Gehaltschancen für Grafikdesigner

Das Einkommen eines, fest oder auf Honorarbasis beschäftigten, Grafikdesigners beträgt durchschnittlich 2.500 Euro brutto, schwankt jedoch je nach Bundesland und Branche. Grafikdesigner in der Wirtschaft und bei Agenturen verdienen deutlich mehr als Berufseinsteiger und manche Freelancer. Wie in allen gestalterischen Berufen hängt das Einkommen von Ihrem Talent und Ihren Netzwerkfertigkeiten ab, will sagen: Wenn Sie erst in den richtigen Etagen arbeiten, können Sie sich einen Namen machen und erhalten unter Umständen profitable Aufträge.

 

Der Ausbildungsgang Mediendesign der Deutschen POP

Eine gute Adresse für nebenberuflich Studierende ist die Mediendesign-Ausbildung bei der Deutschen POP. Talent und Begeisterung vorausgesetzt, können Sie an einem der 12 deutschen Standorte der Deutschen POP die Mediendesign-Präsenzausbildung auch ohne Realschulabschluss und/oder Mappe starten. Die Deutsche POP ist zwar keine anerkannte staatliche Hochschule, doch können Sie Ihr Teilzeitstudium hier mit dem B.A. (Hons) der University of West London abschließen. Studienbeginn ist am Anfang jedes Quartals.

Der Zeitaufwand des berufsbegleitenden Studiums Mediendesign beträgt rund 20 Wochenstunden, aufgeteilt in Präsenzstunden, Projektarbeiten, Tutorien und das Selbststudium. Die Themenbausteine der Mediendesign-Ausbildung sind Computerdesign, Grafikdesign und Mediendesign. Adobe Photoshop, InDesign und Acrobat werden ebenso vermittelt wie die Grundlagen der Bildbearbeitung, der Gestaltung, der Typografie und des Layouts bis hin zur Medienkonzeption. Auch Bildrechte, Akquise, Kalkulation und Kampagnen sind Lerninhalte. Die praxisorientierte Ausbildung bei der Deutschen POP umfasst eine Zwischenprüfung ebenso wie die schriftliche Abschlussprüfung.

Da die Kurszeiten und die Standortbelegung flexibel sind, ist die nebenberufliche Ausbildung Mediendesign ideal für Quereinsteiger und Praktiker, die sich effizient in Teilzeit fortbilden möchten. Sollten Sie beruflich stark beansprucht sein, ist ein berufsbegleitendes Fernstudium allerdings eher anzuraten. Anbieter sind beispielsweise die Online-Schule für Gestaltung, das ILS oder die SGD.