Teilzeitausbildung zum Floristen/ zur Floristin

Sie lieben Blumen? Dann gibt es wohl nur einen richtigen Beruf für Sie.

Lieben Sie Blumen, gestalten und arrangieren Sie gerne und sind aufgeschlossen Menschen gegenüber? Dann ist das Berufsbild Florist/in für Sie interessant. Sie arbeiten bereits mit Pflanzen, etwa im Garten- und Landschaftsbau, kommen aus dem Handwerk oder einem anderen Verkaufsbereich und möchten sich verändern? Dann kommt die berufsbegleitende Teilzeitausbildung oder -umschulung zum Floristen/ zur Floristin für Sie infrage.

Florist/innen arbeiten überall, wo Blumen- und Pflanzenschmuck vertrieben und verkauft wird: im Blumenfachgeschäft, aber auch im Großhandel, beim Blumenversand, in Gärtnereien und Friedhofsgärtnereien. In der Teilzeitausbildung zum Floristen/ zur Floristin lernen Sie, Sträuße und Gestecke nach eigenen Ideen oder Kundenwünschen zusammenzustellen. Die Pflege der Pflanzen ist ebenso Bestandteil Ihrer Ausbildung wie deren Vermarktung, kaufmännisches Wissen und die tägliche Abrechnung. Ein ausführliches Ausbildungsporträt finden Sie auf Planet Beruf.

 

Wie sieht die Teilzeitausbildung zum Floristen/ zur Floristin aus?

Das neue Berufsbildungsgesetz ermöglicht Anwärter/innen, die die Ausbildung zum Floristen/ zur Floristen nebenberuflich absolvieren möchten, ebenso wie Eltern, behinderten Menschen und pflegenden Angehörigen die Teilzeitausbildung. Um die 3-jährige Dauer der dualen Florist/innen-Ausbildung einzuhalten, müssen Sie mindestens 25 Stunden wöchentlich, inklusive der Berufsschulzeit, arbeiten. Alternativ dazu ist eine bis zu 4-jährige Teilzeitausbildung möglich, bei der die Arbeits- und Lernzeit dann mindestens 20 Wochenstunden umfasst.

Sofern dies möglich ist, sollten speziell junge Mütter und Azubis kleinerer Floristikbetriebe die Teilzeitausbildung zum Floristen/ zur Floristin mit beruflichem Teilzeitunterricht koppeln, damit der praktische Teil nicht zu kurz kommt. Teilzeitunterricht wird noch nicht überall angeboten, ist aber im Kommen, etwa beim Kölner Berufskolleg Humboldtstraße, beim BBS Saalekreis, beim Bremer BBS für Agrarwirtschaft und der Landwirtschaftlichen Schule Stuttgart-Hohenheim. Auskünfte erteilen die Industrie- und Handelskammern und die Arbeitsagenturen. Sollte kein Teilzeit-Berufsschulunterricht möglich sein, können Sie sich nach Berufsschulen und Kollegs mit möglichst hohem E-Learning-Anteil erkundigen. Ist der Ausbildungsvertrag geschlossen, der Ihre Zeitabläufe regelt, muss er dann von der örtlichen IHK genehmigt werden. Ausbildungsbeginn ist jährlich im Herbst.

 

Wie sieht die Teilzeitausbildung zum Floristen/ zur Floristin aus?

Ihr Berufsschul-Rahmenplan sieht beim Vollzeit-Unterrichtsmodell im ersten Ausbildungsjahr 2 Berufsschultage pro Woche vor, im zweiten Jahr 1,5 Tage und im dritten Jahr einen Berufsschultag. Nach eineinhalb Jahren absolvieren Sie die Zwischenprüfung, nach Ende Ihrer Teilzeit-Ausbildung zum Floristen/ zur Floristin dann die Abschlussprüfung zum Florist/in.

Inhalte der Teilzeit-Ausbildung zum Floristen/ zur Floristin sind:

  • die betriebliche Organisation
  • Arbeitsrecht, Arbeitssicherheit und Umweltschutz
  • die Planung der Arbeitsabläufe online und offline
  • die Pflege der Werkzeuge und Gerätschaften
  • die Bestimmung und Versorgung der Pflanzen
  • das kreative Gestalten von Blumenschmuck
  • die Beschaffung und Lagerung der Ware
  • verkaufsfördernde Maßnahmen
  • das Bedienen der Kunden und
  • die kaufmännische Steuerung und Kontrolle.

Im Betrieb erlernen Sie das Binden von Sträußen und die Bearbeitung von Projekten wie Hochzeiten oder Beerdigungen, aber auch das Kalkulieren von Preisen und den Umgang mit den Kunden, vor Ort oder am Telefon. 

Die Florist/innen-Ausbildung erfordert manuelle Geschicklichkeit, kreatives Talent und Einfühlsamkeit. Sie sollten sich in die Wünsche Ihrer Kunden hineinversetzen können, ob bei Liebeskummer, in Trauerfällen oder bei Geschäftsanlässen. Auch im Kopfrechnen sollten Sie flink sein, um rasch ein gewünschtes Bukett zusammenzustellen. Der oder die künftige Florist/in sollte zudem Heuschnupfen- und pollenallergierestistent sein.

 

Bezahlung und berufliche Aufstiegschancen

Mit Ausbildungsvergütungen zwischen 230 und 500 € im ersten, 330 bis 560 € im zweiten und 370 bis 620 € im dritten Lehrjahr, in Teilzeit entsprechend weniger, liegt das Ausbildungsgehalt der Florist/innen am unteren Ende des Vergütungsspektrums. Sofern Bedarf besteht, erhalten Sie dafür auf Antrag Ausbildungsbeihilfe ebenso wie Auszubildenden-BAföG und Wohngeld. Als Azubi unter 25 können Sie bei der Kindergeldkasse der Arbeitsagentur zudem Kindergeld beantragen. Auszubildende mit Kind erhalten fürs Kind Kinder- und Elterngeld, Erziehungsgeld und andere Leistungen. Auskünfte erteilen Ihnen Ihre Arbeitsagentur oder Ihr Jobcenter. Die Ver.di-Jugend informiert zum Thema Ausbildung und Finanzen mit Kind: ausbildung.info/finanzen-mit-kind-in-der-ausbildung.

Nach Abschluss Ihrer Ausbildung beträgt Ihr Bruttogehalt zwischen 1.600 und 2.600 Euro. Wenn Sie den Weg in die Schweiz nicht scheuen, können Sie hier allerdings glatt das Doppelte verdienen. Florist/innen können zum Geschäftsführer oder Filialleiter aufsteigen, ihre Meisterprüfung ablegen oder sich zum staatlich geprüften Floristen fortbilden. Wenn Sie Flexibilität mit beruflichem Aufstieg koppeln wollen, können Sie sich als Florist/in für die Dozententätigkeit qualifizieren oder für Messe- und Eventveranstalter arbeiten.

 

Die Teilzeit-Umschulung zum Floristen/ zur Floristin

Suchen Sie die Umorientierung? Dann kommt die Teilzeitumschulung zum Floristen/ zur Floristin für Sie infrage. Auch wenn Sie jahrelang ohne Qualifikation mit Pflanzen gearbeitet haben, können Sie sich nachqualifizieren. Die 2-jährige Umschulung zum Floristen/ zur Floristin (IHK) dauert 36 Monate. Hierbei können Sie sich vorhandene Vorkenntnisse auf die Ausbildung anrechnen lassen, zum Beispiel aus dem Gärtnerhandwerk oder anderen Verkaufsberufen. Eine Übersicht über (Teilzeit-)Umschulungsmaßnahmen, die mit Bildungsgutschein von der Arbeitsagentur gefördert werden, gibt Kursnet.