So informieren Sie Ihren Arbeitgeber über ein berufsbegleitendes Studium

Es ist immer gut, bei einem berufsbegleitenden Studium den Chef einzuweihen.

Ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht für den Studierenden karrieretechnisch häufig große Fortschritte. Doch nicht jeder Student informiert seinen Arbeitgeber über seine Weiterbildung. Dennoch zahlt sich das neu erworbene Wissen für das gesamte Studium aus, sodass der Arbeitgeber immer über das Studium informiert werden sollte. Im Zuge der Informierung kann das Studium dem Arbeitsgeber ebenfalls schmackhaft gemacht werden, wodurch der Studierende von Seiten des Arbeitgebers gefördert wird.

 

Einverständnis des Arbeitsgebers notwendig?

Generell muss der Arbeitgeber dem nebenberuflichen Studium eines Angestellten keine Zugeständnisse machen, sodass jeder Student nach freiem Willen eine Weiterbildung durchführen kann. Inwiefern das nebenberufliche Studium gestaltet werden kann, hängt stark mit dem angebotenen Servicelevel sowie der eigenständigen Organisation zusammen. Das berufsbegleitende Studium in Form eines Teilzeit- oder Fernstudiums sollte jedoch immer auf die vorhandene Zeit ausgerichtet werden, um möglichst viel Flexibilität und Individualität zu erreichen.

Da ein nebenberufliches Studium darauf ausgelegt ist, dass der Beruf trotz Studientätigkeit ausgeübt werden kann, muss der Student keine aufwendigen Recherchen betreiben. Die Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Weiterbildungskurse besitzen vor allem in einem Fernstudium wenig Präsenzphasen, sodass die notwendigen Informationen in der Freizeit online rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Die Lernzeiten können effektiv gestaltet werden, wodurch die Arbeitszeiten nicht beeinflusst werden. Dies sorgt letztendlich dafür, dass der Arbeitgeber nicht zwingend informiert werden muss bzw. ein Einverständnis von ihm benötigt wird.

 

Vor Beginn abstimmen

Möchte der Arbeitnehmer ein nebenberufliches Studium betreiben, bietet sich die Option, das Vorhaben von Beginn an mit dem Arbeitgeber abzustimmen, an. Wird ein nebenberufliches Studium ohne Wissen des Arbeitgebers betrieben, kann dies in manchen Fällen auf ein fehlendes Verständnis führen. Wird der Arbeitgeber jedoch informiert, kann dies zu mehr Verständnis und eventuell sogar zu einer finanziellen oder anderweitigen Unterstützung führen. Wirkt sich das Studium negativ auf die Arbeitsleistung aus, sodass ein Leistungsabfall vorliegt, könnte dies eventuell für Misstrauen sorgen, sodass der Arbeitgeber immer informiert werden sollte.

Um den Arbeitgeber vom nebenberuflichen Studium zu informieren, bietet sich das direkte Gespräch als beste Form an. Im Zuge dieses Gesprächs können sämtliche Fakten ausgiebig geklärt werden, wodurch schnell feststeht, ob der Arbeitgeber mit dem Studium einverstanden ist und es eventuell sogar fördert oder das nebenberufliche Studium als unwichtig betrachtet. Dennoch sollten im Zuge des Gesprächs immer alle wichtigen Fakten und Vorteile genannt werden, um den Arbeitgeber vom Studium zu überzeugen.

 

Einmalige Chance verdeutlichen

Das nebenberufliche Studium jedes Arbeitnehmers bietet sich als einmalige Chance an. Viele Bachelor- und Master-Thesen sind als praxisorientierte Arbeit ausgelegt, welche innerhalb des Unternehmens bewerkstelligt wird. Vereinfacht gesagt verfasst der Student seine Arbeit teilweise oder sogar zur Gänze während der Arbeitszeit. Die Thesen bieten dem Unternehmen die einmalige Chance, bestimmte Themen bzw. Sachverhalten ausgiebig überprüfen zu lassen. Dies geschieht hierbei immer unter streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten, sodass gewisse Themen ausgiebig durch das Unternehmen selbst erforscht werden können.

Diese Win-Win-Situation bringt sowohl Vorteile für das Unternehmen wie für den Studierenden, da das Unternehmen von den Informationen profitiert und der Student effektiv an seiner These schreiben bzw. arbeiten kann. Zudem ist die Leistungsentwicklung des Studenten für den Arbeitgeber eine lohnende Investition, von welcher das Unternehmen noch lange Zeit profitieren kann.

 

Arbeitszeiten im Vordergrund

Falls das Argument im Gespräch aufgebracht wird, dass die Arbeitszeiten in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, existiert noch immer der Vorteil der Pause und Flexibilität. Ein nebenberufliches Studium kann immer gestreckt werden, sodass eine individuelle Anpassung an die Situation des Studenten möglich ist. Hierfür existieren wiederum mehrere verschiedene Modelle, aus welchem der Student schon vor Studienbeginn wählen sollte.

Tritt der Fall ein, dass das Studium verlängert bzw. angepasst werden muss, kann der Student in die Teilzeitvariante des Studiums wählen. Hierbei müssen beispielsweise nicht 15 Wochenstunden, sondern lediglich 7,5 Wochenstudien Studium investiert werden. Auch die Option für Urlaubssemester stehen offen, dass bei Bedarf ein Semester Pause gemacht werden kann. Während dieses Urlaubssemester kann sich der Studierende vollkommen auf die Arbeit konzentrieren, sodass der Arbeitgeber neue Projekte erteilen kann.

 

Finanzielle Förderung nicht notwendig

Das nebenberufliche Studium des Arbeitnehmers erfordert keine finanziellen Mittel seitens des Unternehmens bzw. des Arbeitgebers. Ist der Arbeitgeber mit dem Studium seines Arbeitsnehmers einverstanden, findet jedoch in der Regel eine finanzielle Förderung statt. Meist tragen die Arbeitgeber einen Teil der Studienkosten, welche vor allem bei Fernstudien meist sehr hoch ausfallen. Zudem sind diese Kosten bzw. diese Förderung für das Unternehmen steuerlich absetzbar. Meist beteiligen sich die Arbeitgeber am nebenberuflichen Studium mit einer Förderung in Höhe von 30, 50 oder gar 100 Prozent. Die Förderung geschieht in Form einer Teilung der Semesterrechnung, sodass auch während des aktiven Studiums ständig der Kontakt mit dem Arbeitgeber vorhanden ist.