Berufsbegleitend zum/ zur Erzieher/in

Berufsbegleitend zur Erziehe? Das ist kein Problem.
Erzieherausbildung und nebenbei arbeiten? Das ist kein Problem.

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft, eine gute und solide Ausbildung und Erziehung ist daher von allergrößtem Wert. Besonders in der heutigen Zeit geht der Trend dahin, dass die meisten Eltern möglichst bald wieder ins Berufsleben zurückkehren möchten und deshalb Ihre Kinder in Einrichtungen bringen, in welchen eine Ganztagesbetreuung stattfindet.

Die dortigen Erzieher und Erzieherinnen leisten neben den Eltern einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und Ausbildung der Kleinen. Wenn Sie gut mit Kindern umgehen können und gerne in diesem Bereich arbeiten möchten, können Sie neben Ihrem eigentlichen Job eine berufsbegleitende Ausbildung zum/r Erzieher/in machen.

 

Sind Sie für die berufsbegleitende Ausbildung geeignet?

Grundvoraussetzung ist natürlich der Spaß und die Freude am Umgang mit Kindern. Gleichzeitig sollten Sie die nötige Empathie und ein positives und offenes Wesen mitbringen. Berufsbegleitend etwas Neues zu erlernen bedeutet für diesen Zeitraum immer eine Doppelbelastung, da Sie neben Ihrem eigentlichen Job praktisch einen Weiteren ausüben.

Besonders ist dieser Weg für Personen geeignet, welche in Ihrer Ausbildungszeit bereits eine Familie zu ernähren haben oder andere finanzielle Belastungen stemmen müssen.

 

Voraussetzungen zur Zulassung

Um zu einer Ausbildung zum/r Erzieher/in zugelassen zu werden, gibt es unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen. Eine Fachhochschul- oder allgemeine Hochschulreife ist mehr als ausreichend um die Ausbildung zu beginnen. Verfügen Sie nicht über einen höheren Bildungsabschluss, reicht auch ein mittlerer Schulabschluss, allerdings nur in Kombination mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung im sozial pädagogischen Bereich.

Ist keine Berufsausbildung vorhanden, ist ein weiterer Weg, eine zweijährige Ausbildung zum Sozialassistenten an einer Berufsfachschule zu absolvieren. Erlangen Sie einen Abschluss mit 3.0 oder besser und verfügen über eine mindestens fünfjährige Fremdsprachenausbildung, können Sie ebenfalls den Weg der berufsbegleitenden Ausbildung begehen.

Je nach Ausbildungseinrichtung werden zusätzliche Kompetenzen und Fähigkeiten in einem Test oder Gespräch überprüft, um nur geeignete Bewerber für die Ausbildung zuzulassen. Des Weiteren wird ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis verlangt.

 

Dauer der Ausbildung

Je nach Ausbildungsstätte kann die Ausbildungsdauer zwischen zwei und vier Jahren betragen. Dies ist abhängig davon, inwieweit Sie neben Ihrem Job Ihrer zusätzlichen Beschäftigung nachkommen können und ob Sie eine Ausbildungsverkürzung in Anspruch nehmen oder dazu berechtigt sind.

 

Kosten und Verdienst während und nach der Ausbildung

Die theoretische Ausbildung erfolgt an staatlichen Fachschulen für Sozialpädagogik oder an staatlich anerkannten Fachschulen statt. Vom Staat betrieben Einrichtungen sind kostenfrei, für Privatschulen fallen Kosten zwischen 30 – 90 Euro pro Monat an. Die Praxis wird üblicherweise nach TV-L Entgeltgruppe 5 finanziell entschädigt, als Berufseinsteiger erhalten Sie üblicherweise 1200 € Brutto zu Beginn Ihrer Tätigkeit.

 

Ablauf der berufsbegleitenden Ausbildung

Je nach Vorwissen oder bereits vorhandenen sozialen oder pädagogischen Ausbildungen kann die Dauer und Intensität der Ausbildung unterschiedlich sein. Die kann von einer schnellen Wiederholung der Grundlagen zu Beginn, bis zu umfassenden Lehrveranstaltungen reichen. Neben der theoretischen Ausbildung findet ebenso die Praxis Anwendung. Auch hier wird bereits Erlerntes wiederholt oder komplett von vorne begonnen.

Es finden regelmäßig Leistungskontrollen statt, der erste große Schritt ist die Zwischenprüfung. Die erlernte Theorie wird im weiteren Verlauf vertieft und in zur praktischen Anwendung gebracht. Am Ende steht eine theoretische sowie praktische Abschlussprüfung.

 

Anbieter einer berufsbegleitenden Ausbildung zum Erzieher

Neben den staatlichen Schulen und den normalen Ausbildungsbetrieben existieren verschiedene Organisationen, welche ebenfalls eine Ausbildung in dieser Form anbieten. Darunter die Arbeiterwohlfahrt, kurz AWO, und die Diakonie. Auf der Seite der Jobbörse der Agentur für Arbeit können zahlreiche weitere Angebote dieser Form gefunden werden.