Wissenswertes über das Selbststudium zum/zur Tierheilpraktiker/in

Tierheilpraktiker behandeln die Leiden von Tieren alternativ zu Verterinärmedizinern. Der Beruf trägt eine Menge Verantwortung mit sich. Immerhin können die tierischen Patienten nicht sprechen. Daher benötigen Tierheilpraktiker Fachwissen, Feingefühl und Einfühlungsvermögen. Neben den Bereichen der Diagnoseverfahren ist vor allem die Anatomie ein wichtiges Themengebiet. Hierzu zählen der Verdauungs- sowie Bewegungsapparat, die Atemorgane, der Urogenitalbereich, das Herz-Kreislauf- sowie Nervensystem und alle anderen organischen Funktionen.

Erkrankungen werden mit alternativen Methoden behandelt. Darunter befinden sich die Homöopathie, Akupunktur und viele weitere naturkundliche Heilverfahren. Die Bezeichnung Tierheilpraktiker ist ungeschützt und bedarf keiner amtlichen Prüfung oder Zulassung.

 

Für welche Interessen/Berufe bietet sich ein Studium in Tierheilpraktiken an?

Das Selbststudium zum Tierheilpraktiker eignet sich besonders gut für Menschen, die den Umgang mit Tieren schätzen. Dabei sollte gerade die Arbeit mit den tierischen Lebewesen gemocht werden und bereits praktische Erfahrung gemacht worden sein. Daher ist dieses selbstorganisierte Lernen gut für Tierhalter oder Zooangestellte, die sich mehr Wissen über die Tiere aneignen wollen. Oder aber für Tierärzte, die ihre Therapiemethoden um Naturheilkunde ergänzen wollen.

 

Die Vorbereitung für die Prüfung zum Tierheilpraktiker per Internet

Internetangebote speziell für das Online-Selbststudium gibt es kaum. Um sich Tierheilpraktiken im Internet anzueignen, muss an den Themenbereich von mehreren Seiten herangegangen werden. Die Grundlagen der Veterinärmedizin, der Zoologie und der Tierkommunikation sollten von einem Tierheilpraktiker gekannt werden. Auf dem Tiermedizinportal wird eine Vielzahl von Erkrankungen dargestellt. Auch die Themen Diagnose und Behandlungsmethoden werden dort erläutert.

Ein tiermedizinisches Lexikon ist unter Tierklinik.de abrufbar. Um die tierischen Patienten besser zu verstehen, kann auf Tierkommunikation.de die Tierkommunikation erlernt werden.

 

Diese 5 Bücher können wir Ihnen empfehlen

1) Bei Empfehlung Nummer eins handelt es sich um das „Praxisbuch für Tierheilpraktiker: Bewährte Therapeutika für über 400 Indikationen.“ Die Autorin Kristina Vorwald hat ihr Buch mit dem Sonntag Verlag herausgebracht. Es beinhaltet naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten für Pferde, Katzen und Hunde. Über 400 Krankheitsbilder werden mit entsprechender therapeutischer Behandlung vorgestellt. Dazu gibt es Tipps, wie Impfpässe richtig gelesen und Befunde sachgemäß dokumentiert werden. Zusätzlich umfasst der Anhang Rezepte für Salben und Kräutermischungen.

2) Das „Lehrbuch für Tierheilpraktiker“ von Sylvia Dauborn ist über den Sonntag Verlag erschienen. Dieses Lehrwerk vermittelt umfassendes Wissen zur Physiologie und Anatomie einiger Tierarten. Darunter befinden sich neben Hund, Katze und Pferd auch Rinder und Reptilien. Im Buch wird der Untersuchungsprozess veranschaulicht und erläutert, was bei abweichenden Befunden zu tun ist. Zusätzlich gibt es eine Einführung in die Naturheilkunde.

3) Ebenfalls empfehlenswert: „Sprich mit deinen Tieren: Einführung in die Tierkommunikation“ von Beate Seebauer wurde vom Schirner Verlag veröffentlicht. Die Autorin des Buches ist eine erfahrene Tiertherapeutin und erörtert die Grundlagen der tierischen Verständigung. Das Werk sensibilisiert für die verbale und nonverbale Kommunikation von Tieren. In einfachen Schritten wird eine sofortige Anwendung möglich. Damit erleichtert es angehenden Tierheilpraktikern ihre tierischen Patienten besser zu verstehen sowie beruhigen zu können.

4) „Innere Medizin für Tierheilpraktiker“ von Sylvia Dauborn wurde im Sonntag Verlag herausgegeben. Es thematisiert die neun großen Organsysteme und die gängigsten Erkrankungen. Der Inhalt wird durch die entsprechende Diagnose und naturheilkundliche Therapie vervollständigt. Auch die physiologischen und anatomischen Grundlagen werden besprochen. Zusätzlich gibt es bei bestimmten Symptomen oder Krankheitsverläufen einen Hinweis darauf, ob ein Tierarzt hinzuzuziehen ist.

5) Die fünfte Empfehlung ist „Anatomie für die Tiermedizin“ von Hans Greyer und Uwe Gille im Enke Verlag. Das Werk behandelt die Anatomie der Haussäugetiere. Vom Fettgewebe über das Skelett bis hin zu Kreislauf, Lunge und Sinnesorgane. In diesem Buch sind alle anatomischen Bereiche abgedeckt und damit ist es eine ideale Vorbereitung für die Tätigkeit als Tierheilpraktiker.

 

Alternative zum Selbststudium: Fernstudium

Das Fernstudium zum/zur Tierheilpraktiker/in ermöglichen einige Anbieter. Die Schule für Gesundheitsberufe „Impulse“ bietet das Studienfach des Tierheilpraktikers an. Innerhalb von 24 Monaten wird das Wissen aus Anatomie, Krankheitslehre, Untersuchungsmethoden und Behandlung vermittelt.
Ein weiterer Anbieter ist das ILS. Das Studium dauert 20 Monate und kann mit einem ILS-Zertifikat abgeschlossen werden.
Neben der reinen Ausbildung zum Tierheilpraktiker hat das Bildungswerk für therapeutische Berufe auch Spezialisierungen im Angebot. Zusätzliche Fachrichtungen, wie etwa Akupunktur für Pferde oder Homöopathie können dort studiert werden. Berufliche Möglichkeiten für Tierheilpraktiker/innen nach einem Selbststudium

Perspektiven
Nach dem abgeschlossenen Selbststudium können Tierheilpraktiker eine eigene Praxis eröffnen. Doch auch reine Hausbesuche von Patienten sind möglich. Als Tierheilpraktiker können Sie in Tierheilpraktikerverbänden oder Schulen als Dozent tätig sein. Auch die Arbeit als Berater/in in Tierschutzvereinen oder für Tierfutter kann als Tierheilpraktiker ausgeübt werden.