Wissenswertes über das Selbststudium zum/zur psychologischen Berater/in

Der psychologische Berater arbeitet mit geistig gesunden Menschen. Allerdings stecken diese in für sie komplizierten Situationen, sodass sie beratende Hilfe benötigen. Daher spielen psychische Erkrankungen in der Tätigkeit als psychologischer Berater keine Rolle. Es geht vielmehr darum, gemeinsam mit den Patienten ihre schwierigen Lebenslagen zu meistern. Das geschieht mittels intensiver Gespräche und Ratschläge.

Sollte während der Beratung festgestellt werden, dass der Patient doch an einer psychischen Störung leidet, muss dieser zu einem Mediziner oder Psychologen vermittelt werden.

 

Für welche Interessen/Berufe bietet sich ein Studium in psychologischer Beratung an?

Das Selbststudium zum psychologischen Berater eignet sich gut für Personen, die sich selbstständig machen und eine Praxis gründen wollen. Andererseits kann das Studium auch als Zusatzkompetenz für Betriebsräte, Personalentwickler und Führungskräfte dienen.

Eine weitere Zielgruppe sind Personen, die im pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Bereich arbeiten. Für diese ist das Studium in psychologischer Beratung eine zusätzliche Qualifizierung mit der die Kommunikation mit Mitarbeitern oder Patienten professionalisiert wird.

 

Psychologische Beratung per Internet erlernen

Um sich im Bereich der psychologischen Beratung online weiterzubilden, können verschiedene Webseiten helfen. Dazu zählt zum Beispiel Beratung-Therapie.de. Dort werden verschiedene Krankheitsbilder, Anti-Stressübungen und die Bewältigung von Beziehungsproblemen beleuchtet.

Da sich die psychologische Beratung aus mehreren Kernkompetenzen zusammensetzt, ist es empfehlenswert auf dem neusten Stand der Psychologie zu bleiben. Dabei hilft beispielsweise der Springer-Verlag.

 

Diese 5 Bücher können wir Ihnen empfehlen

1) „Psychologische Beratung und Coaching: Lehr- und Praxisbuch für Einsteiger“ von Fabian Grolimund wurde vom Hogrefe Verlag herausgegeben. Der Autor des Buches ist Psychologe und beschreibt, worauf es bei einer effektiven Beratung ankommt. Dafür werden die Grundlagen einer professionellen Beratung präsentiert und anhand von praktischen Beispielen veranschaulicht.

2) Als zweites ist das Buch „Lösungsorientierte Beratung“ zu empfehlen. Es wurde von Günter G. Bamberger verfasst und ist beim Beltz Verlag erschienen. In dem 368-seitigen Buch wird gezeigt, wie Berater Lösungen finden anstatt Probleme zu analysieren. Der Autor erörtert eine systematische Vorgehensweise, um die Krisen der Patienten effektiv zu bewältigen.

3) Eine weitere Literaturempfehlung ist „Schwierige Situationen in Therapie und Beratung: 30 Probleme und Lösungsvorschläge“ von Alexander Noyon und Thomas Heidenreich. Es ist vom Beltz Verlag auf den Markt gebracht worden. In dem Lehrwerk werden die verschiedenen Arten von Patienten beschrieben und wie mit diesen umgegangen werden sollte. Sei es schweigende oder aggressive Patienten, das Praxisbuch zeigt die empfohlene Herangehensweise.

4) „Das Beratungsgespräch. Skills und Tools für die Fach-Beratung“ wurde von Adelheid Wimmer, Josef Wimmer, Walter Buchacher und Gerhard Kamp verfasst. Das Buch wurde vom Linde Verlag herausgebracht und thematisiert die Fachberatung. Dabei werden sowohl psychologische, als auch kommunikative und soziale Kompetenzen gefördert.

5) Als fünftes ist „Psychologische Beratung für Heilpraktiker“ von Thomas Schnura und Tanha Schnura zu empfehlen. Es ist beim Sonntag Verlag erschienen. Neben den wichtigsten Grundlagen werden im Praxisteil gängige Alltagssituationen vorgestellt. Anhand von Probeprüfungen kann der Studierende testen, wie gut er die vermittelten Inhalte aufgenommen hat.

 

Alternative zum Selbststudium: Fernstudium

Das Studienfach der psychologischen Beratung wird von einigen Fernuniversitäten angeboten. Darunter ist zum Beispiel die Studiengemeinschaft Darmstadt – SGD. Der 15-monatige Kurs kann mit einer Zertifizierung des Instituts abgeschlossen werden.
Das Bildungswerk für therapeutische Berufe hat den Studiengang ebenfalls im Repertoire. Allerdings dauert der Kurs dort nur 12 Monate und kann ebenfalls mit dem institutseigenen Zertifikat beendet werden.
Auch am ILS werden psychologische Berater ausgebildet. Das Studium dauert 15 Monate und die Studierenden werden nach erfolgreicher Prüfung mit dem ILS-Zertifikat ausgezeichnet.

 

Berufliche Möglichkeiten für psychologische Berater/innen nach einem Selbststudium

Als psychologischer Berater haben Sie sich grundlegendes Wissen in den Bereichen Psychologie, Beratung und Psychotherapie angeeignet. Damit können Positionen mit erzieherischen, sozialen oder beratenden Funktionen eingenommen werden. Beispielsweise sind die Eheberatung, die Erziehungsberatung, Aidshilfe, Suchtberatung und die Familien- oder Sexualberatung mögliche berufliche Tätigkeiten. Zusätzlich können weitere Fortbildungen folgen. Thematisch aufbauend wären die Berufe des Heilpraktikers, des Krankenpflegers oder auch des Personalmanagers.