Biologie als Teilzeitstudiengang

Biologie ist die spannende Lehre vom Leben.
Biologie ist die spannende Lehre vom Leben.

Die Biologie ist ein Studienfach, welches Jahr für Jahr weitere Studienanfänger begeistert. Nicht weiter verwunderlich, denn schließlich ist die Biologie die Wissenschaft vom Leben – was könnte spannender sein? Wer bereits in der Schulzeit großes Interesse an den Naturwissenschaften im Allgemeinen und an der Biologie im Besonderen hatte, findet hier den passenden Studiengang und viele Möglichkeiten für eine erfolgreiche Zukunft.

Als besonders spannend empfinden es die meisten Biologen, dass es sich hier nicht um einen Studiengang handelt, der sich um ein einziges Wissensgebiet dreht. Vielmehr gilt es heute, auch über den Tellerrand der Biologie zu schauen und das Know-how von Chemikern, Physikern oder Mathematikern in die eigene Arbeit mit einzubeziehen.




 

Das Berufsbild der Biologen: Was man mit dem Teilzeitstudium Biologie erreichen kann

Biologen, die einen Bachelortitel oder sogar einen Mastertitel erlangt haben, können in den unterschiedlichsten Branchen tätig sein. Spezifischere Tätigkeitsgebiete sind mit einem Teilzeitstudium Biologie nur dann verbunden, wenn während des Studiums bereits ein fester Schwerpunkt vorgegeben ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn es sich um einen Studiengang wie Biotechnologie, Mikrobiologie oder Biochemie handelt. Alle anderen künftigen Absolventen sollten sich schon während des Studiums Gedanken darüber machen, wo sie später arbeiten möchten. Hier helfen Praktika und der aktive Austausch mit Absolventen und Lehrenden weiter. Viele Biologen arbeiten nach ihrem erfolgreichen Abschluss in der Forschung – zum Beispiel in einem Pharmaunternehmen. Darüber hinaus können Forschungseinrichtungen der Universitäten oder medizinische Einrichtungen zu den Arbeitgebern gehören.

 

Ein Überblick über wichtige Inhalte, die Struktur und die Studiendauer des Studiengangs Biologie in Teilzeit

Ganz gleich, an welcher Hochschule studiert wird – die Studieninhalte beim Biologie nebenbei studieren ähneln sich überall recht stark. Sehr wichtig sind gerade in den ersten Semestern die Fächer Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Auch die Grundlagen der Morphologie und die Physiologie werden häufig schon zu Beginn des Studiums vermitteln. Für das Bachelorstudium sind in der Regel sechs Semester beim Vollzeitstudium und zwölf Semester bei einem Teilzeitstudium vorgesehen.

 

Nebenbei Biologie studieren: Wie hoch ist der Arbeitsaufwand in einer Studienwoche?

Die meisten Hochschulen beziffern dabei den Aufwand für das gesamte Bachelorstudium mit 180 ECTS-Punkten. Jeder Leistungspunkt bedeutet einen ungefähren Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Hierbei müssen die Studieninteressenten allerdings wissen, dass der Wert bereits Lern- und Vorbereitungszeiten sowie Prüfungszeiten berücksichtigt. Es handelt sich also nicht um reine Anwesenheitszeiten in der Universität oder um Zeiten, die man im Fernstudium online oder mit der ersten Lektüre der Studieninhalte verbringt. Umgerechnet ist also von einem Zeitaufwand von 15 Stunden pro Woche auszugehen, wenn man Biologie berufsbegleitend studieren möchte.

 

Berufsaussichten und Perspektiven nach einem Teilzeitstudium Biologie

Wie in vielen naturwissenschaftlichen Bereichen gilt auch bei der Biologie, dass sich das frühe Knüpfen von Kontakten und das Sammeln von Erfahrungen auszahlt. Dies bedeutet, dass ein praxisbezogener Studiengang in der Regel einen guten Einstieg in die Berufstätigkeit bietet. Wer sich ohnehin nach einer ersten Berufstätigkeit für das Studium der Biologie in Teizeit entscheidet, kann mit dem Studium sicherlich seine Karrierechancen verbessern.

Gerade durch ein umfassendes Studium, das nicht nur den Erwerb des Bachelortitels, sondern auch den des Mastertitels und vielleicht sogar eine Promotion beinhaltet, können die eigenen Ziele sicherlich erreicht werden. Gerade für eine Tätigkeit in Forschung oder Lehre empfehlen Experten häufig, das Studium bis zur Promotion zu betreiben, um sich die besten Chancen zu sichern. Ein Doktortitel ist beispielsweise in vielen Bereichen der Pharmabranche sehr wichtig.

 

Mit diesen Zulassungsvoraussetzungen wird man vor einem Teilzeitstudium Biologie konfrontiert

Je nachdem, an welcher Hochschule man Biologie in Teilzeit studieren möchte, ist mit unterschiedlichen Zulassungskriterien zu rechnen. Einige Hochschule bieten schon spezielle Studiengänge an, die sich an den Bedürfnissen von Berufstätigen orientieren. Hier ist es dann in der Regel kein Problem, die Genehmigung für ein Teilzeitstudium zu erhalten, sofern man grundsätzlich für den Studiengang zugelassen wurde. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen für den Antrag auf Teilzeitstudium Nachweise zu erbringen sind. Hier handelt es sich um Bescheinigungen, die den Grund für den Antrag näher darlegen und zum Teil auch beweisen.

Die am häufigsten genannten und akzeptierten Begründungen für ein Studium der Biologie in Teilzeit sind wohl familiäre Gründe. So kann es ein Teilzeitstudium erforderlich machen, wenn sich Studierende parallel um zu pflegende Angehörige kümmern oder wenn sie selbst kleine Kinder haben, die versorgt werden müssen. Darüber hinaus können auch gesundheitliche Gründe oder bestimmte berufliche Konstellationen das nebenbei Studieren der Biologie nahelegen. Wer sichergehen möchte, dass die eigenen Gründe für die Hochschule akzeptabel sind, sollte sich bei den jeweiligen Studienberatungsstellen informieren.

 

teilzeitstudienmöglichkeiten deutschlandBiologie in Teilzeit studieren – Städte von A bis Z

 

Hamburg

Universität Hamburg

Die Universität Hamburg bietet den Studiengang Biologie mit dem Abschluss Bachelor in Teilzeit an. Der übliche Abschluss nach einer Regelstudienzeit von sechs Semestern ist der Bachelor of Science. Die Studiendauer ist hier allerdings für ein Studium in Vollzeit gerechnet. Möchte man nebenbei Biologie studieren, ist ein Zeitraum von zwölf Semestern einzuplanen.

Der Studienbeginn für künftige Biologinnen und Biologen ist jeweils das Wintersemester, weshalb die Bewerbung zwischen dem ersten Juni und dem 15. Juli zu erfolgen hat. Da es in der Regel eine Zulassungsbeschränkung und einen damit verbundenen NC gibt, sind ggf. etwaige Alternativen zu prüfen. Die Struktur des Bachelorstudiengangs Biologie ist in Hamburg dreigeteilt. In der ersten Phase wird eine naturwissenschaftliche Grundausbildung in den Fächern Biologie, Physik, Mathematik, Geowissenschaften und Chemie absolviert. Es folgt der zweite Teil mit der Einführung in verschiedene Teilgebiete der Biologie. Diese sind unter anderem die Morphologie, die Systematik und die Evolution, die Genetik und Molekularbiologie, die Physiologie und Ökologie der Bakterien, Pflanzen und Tiere und die Zell- und Entwicklungsbiologie. Die letzte Phase bildet schließlich die Spezialisierung. Im Fokus stehen dabei weiterführende Lehrveranstaltungen, die sich sehr stark an den späteren möglichen Berufstätigkeiten orientieren. Wahlveranstaltungen und das Anfertigen der Abschlussarbeit sind ebenfalls feste Bestandteile dieser letzten der drei Studienphasen.

 

Saarbrücken

 

Universität des Saarlandes

Die Universität des Saarlandes ermöglicht es Studierenden, den Bachelortitel im Fach Biologie zu erlangen – auch Biologie berufsbegleitend Studieren ist möglich. Der Fokus liegt an der Universität des Saarlandes auf dem Bereich Human- und Molekularbiologie. Wie bei den anderen Studiengängen ist es auch hier möglich, einen Bachelortitel zu erreichen.

Grundsätzlich geht es im Bachelorstudium darum, die theoretischen und die experimentellen Grundlagen zu legen, damit die Studierenden im späteren Berufsleben fundiert und zielgerichtet arbeiten können. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen dabei auch der starke Anteil der laborpraktischen Inhalte. Schon früh lernen die Studierenden, wie mit den modernen Methoden der Forschung gearbeitet wird. Der Bachelorstudiengang ist für viele Menschen der erste Schritt im Rahmen ihres Biologiestudiums. So werden in dieser Phase die Basiskenntnisse vermittelt, während man sich im Rahmen des Masterstudiums stärker fachlich spezialisiert.

Darüber hinaus ist das Masterstudium dazu da, die mit der Forschung verbundenen Studieninhalte weiter auszubauen. Wer sich für ein Biologiestudium an der Universität des Saarlandes interessiert, sollte auch über den Aufwand informiert sein. Für sechs Semester sollte man laut Hochschule 180 CP kalkulieren. Die Punkte, welche nach dem europäisch einheitlichen System vergeben werden, werden bei einem Teilzeitstudium Biologie auf die doppelte Anzahl an Semestern verteilt. Bei der Bewerbung für das Studium, die in der Regel bis zum 15. Juli eines Jahres erfolgen muss, muss auch der Antrag auf das Teilzeitstudium Biologie gestellt werden, sofern diese Studienform gewünscht ist.

 

Zwickau

 

Hochschule Fresenius

Die Hochschule Fresenius hält für Studierende die Möglichkeit bereit, Biomedizin und Analytik in Teilzeit zu studieren. Die Inhalte des Studiums sind sehr stark von den Erkenntnissen und Errungenschaft der Biologie geprägt. Während die Regelstudienzeit für Vollzeitstudierende bei sechs Semestern liegt, müssen Teilzeitstudierende die doppelte Zeit – also zwölf Semester – einplanen.

Sie erreichen mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiengangs den Titel „Bachelor of Science“. Der Aufwand, der für das Studium der Biologie und Analytik an der Hochschule Fresenius einzuplanen ist, wird von der Hochschule von 180 ECTS-Punkten angegeben. Da es sich um eine private Hochschule handelt, sollten Studierende sich auch über die aktuellen Kosten pro Monat informieren, bevor Sie sich um einen Studienplatz bewerben. Der Studiengang ist berufsbegleitend konzipiert und speziell für Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung gedacht. Diese sollten beispielsweise Biotechniker, Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten, Veterinärmedizinisch-Technische Assistenten, Biologisch-Technische Assistenten oder Biologielaboranten sein. Die Berufsperspektiven sollten bei diesem sehr spezifischen Studiengang recht gut sein.

Die Hochschule spricht insbesondere die möglichen Karrieren im Gesundheitswesen (hier: in Kliniken und in der Pharmazeutischen Industrie), an Universitäten, in der Produktentwicklung und im Qualitätsmanagement sowie in Behörden und Instituten an. Wer möchte, kann nach dem erfolgreichen Erlangen des Bachelortitels seine Studienzeit an der Fresenius Hochschule fortsetzen. Es ist möglich, dort auch ein Masterstudium im Bereich Bio- and Pharmaceutical Analysis zu absolvieren, welches mit einem Aufwand von 60 ECTS kalkuliert ist.

 

FernstudiumFernstudium als Alternative

 

Johannes Gutenberg Universität Mainz

Die Johannes Gutenberg Universität Mainz ermöglicht es interessierten Biolaborantinnen und Biolaboranten, Biologie zu studieren. Der Studiengang ist eine große Ausnahme, denn es ist in Deutschland nicht üblich, Biologie berufsbegleitend zu studieren bzw. beim nebenbei Studieren Biologie als Kernfach zu wählen. Voraussetzung für den Beginn des Studiums ist es, dass die Studienanfänger bereits eine entsprechende Ausbildung abgeschlossen haben.

In diesem Sinne gehört eine entsprechende Bescheinigung zu den Unterlagen, die der Bewerbung um die Zulassung zum Studium beizufügen sind. Eine große Besonderheit ist es, dass der Studiengang in Form einer Kooperation zwischen der Uni Mainz und einem Verlag umgesetzt wird. Der Partner ist der Akademische Verlag Springer Spektrum. Neben dieser sehr praxisbezogenen Komponente werden auch weitere Praxisanteile in hohem Maße berücksichtigt. So arbeitet die Hochschule im Bereich der Lehre sehr eng mit der Pharmaindustrie zusammen, um einen hohen Praxisbezug zu gewährleisten. Ziel des Studiums ist das Erlangen von fundiertem theoretischem Fachwissen, welches zu einer selbstständigen Projektarbeit im Bereich der Biologie befähigt. Das Studium dauert vier Jahre.

Wer während des Studiums drei Jahre lang berufstätig war, kann nach Erlangung des ersten Abschlusses in diesem Studiengang noch den Bachelortitel erreichen. Dafür ist ein weiteres Jahr einzuplanen. Es handelt sich um den Bachelor oft Science mit der Bezeichnung „Molekulare Biologie“. Wichtige Inhalte des Studiums sind Biologie, Chemie, Physik und Mathematik.