Wirtschaftsrecht ist ein lernintensives Studium.
Wirtschaftsrecht ist ein lernintensives Studium.

Es war dereinst die Fachhochschule Mainz, an der „Wirtschaftsrecht“ erstmals angeboten wurde. Seitdem hat sich dieser damals im Wintersemester 1993/1994 als neuer juristischer Studiengang eröffnete Bereich in der deutschen (Fach)Hochschullandschaft fest etabliert.

Mittlerweile sind über 20 staatliche wie auch private Einrichtungen sowie einige Universitäten auszumachen, die Wirtschaftsrecht anbieten – sowohl als Voll- als auch als Teilzeit-Präsenz- und Fernstudium.

Alles, was (Wirtschafts)Recht ist

Die Betätigungsfelder eines Wirtschaftsjuristen können von Anwalts- und Wirtschaftskanzleien über Banken, Immobilien-, Industrie- und Handelsunternehmen sowie Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bis hin zu Versicherungen und Wirtschaftsverbänden reichen. Aus diesen Gründen sollte der spätere Schwerpunkt möglichst früh gewählt werden – auch wenn bereits während der Semester eine praxisnahe Wissensvermittlung aus betriebswirtschaftlichen und juristischen Bereichen angeboten wird. Doch fällt vielen Absolventen der Einstieg in das Berufsleben leichter, wenn sie

  • a) schon bei der Auswahl ihres Studienortes ihren konkreten Berufswunsch berücksichtigt haben und
  • b) während ihres Studiums entsprechende Praktika in ihrem bevorzugten Umfeld ableisten konnten.

 

Der Bachelor-Studiengang Wirtschaftsrecht

Da ihre künftigen Arbeitgeber in der Regel in der freien Wirtschaft zu finden sind, sollten Absolventen dieses Studiengangs über entsprechend breitgefächerte Qualifikationen verfügen. Um den betreffenden Anforderungen auf dem Markt nicht nur gerecht zu werden, sondern es auch zu bleiben, besteht ein gewisses Anforderungsprofil bezüglich der Ausbildung. Zusammengestellt hat es die Wirtschaftjuristische Hochschulvereinigung (WHV), ein Zusammenschluss von derzeit 25 deutschen sowie zwei Schweizer Hochschulen, an denen Wirtschaftsrecht unterrichtet wird.

Laut der WHV sollen die Bachelor-Studiengänge mindestens 50 Prozent rechtliche sowie minimum 25 Prozent betriebs- und volkswirtschaftliche Inhalte aufweisen.

 

Anspruchsvoll und vielseitig

Allerdings können rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer von Haus zu Haus recht unterschiedlich sein: Je nach Schwerpunkt der betreffenden Hochschule spiegelt sich im Hauptstudium auch die Vertiefungsrichtung wider. Dies zeigt sich insbesondere in Schnittstellen-Bereichen, wie zum Beispiel Arbeitsrecht und Personalmanagement, Finanzdienstleistungsrecht, Internationales Management, Sanierungs- und Insolvenzmanagement, Steuerrecht und Wirtschaftsprüfung oder Unternehmensführung.

Abgerundet wird Wirtschaftsrecht um diverse Schlüssel- und Zusatzqualifikationen. Ein solches Ergänzungsfach kann der Erwerb von Kenntnissen im Umgang mit der EDV sein, in Rhetorik oder Fremdsprachen, wie etwa Wirtschafts- und Rechtsenglisch.

Nachdem Wirtschaftsrecht von Anfang an als interdisziplinärer Studiengang ausgerichtet war, schreiben einige Hochschulen weitere Verbindlichkeiten im Curriculum zwingend vor, die andere Institutionen aber wiederum auf Freiwilligenbasis belassen: Dazu gehören etwa praxisnahe Veranstaltungen, wie zum Beispiel integrierte Blockwochen, Exkursionen, Fallstudien, Planspiele, Projekte, Seminare oder Übungen.

 

Der wöchentliche Arbeitsaufwand im Teilzeitstudium

Im Rahmen der „Europäischen Studienreform“, auch bekannt als „Bologna-Prozess“, arbeiten die Unterzeichner-Länder unentwegt an der Erweiterung auch internationaler Möglichkeiten für Studierende. Waren es 1999 noch 30 beteiligte Staaten, erhöhte sich ihre Zahl auf heute 47. Eines dieser Akkreditierungs-Konzepte ist beispielsweise die Sicherstellung von Leistungsanerkennung bei Studienortswechseln oder von Auslandsaufenthalten auf der Grundlage des European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS).

 

180 ECTS bis zum künftigen Wirtschaftsjuristen

Wer einen Hochschulabschluss anstrebt – sei es als Bachelor of Laws (LL.B. = Legum Baccalaureus), Bachelor of Business Law (B.B.L.), Bachelor of Science (B.Sc.) oder Bachelor of Arts (B.A.) muss wissen, dass Wirtschaftsrecht ein äußerst anspruchsvolles Studium ist. Insbesondere als Teilzeit-Variante.

Bis der akademische Grad die Visitenkarte zieren kann, gilt: Durchhalten! Denn angelegt ist die berufsbegleitende Ausbildung in der Regel auf sieben Semester mit einem Leistungsumfang von insgesamt 180 ECTS-Punkten. Da ein Punkt einer Semesterwochenstunde gleichkommt, entspricht der Arbeitsaufwand knapp 26 Stunden pro Woche.

 

Die Zukunftsaussichten für Wirtschaftsjuristen

Wirtschaftsjuristen sind im Gegensatz zu den Volljuristen nicht universell ausgerichtet, sondern hoch spezialisiert. Gerade das macht sie zunehmend zu gefragten Fachleuten. Dies nicht zuletzt dank ihrer breit gefächerten Einsatzgebiete in den unterschiedlichsten Bereichen der Ökonomie.

Andererseits stehen Wirtschaftsrechtlern eben wegen ihrer speziellen Ausbildung nicht alle Türen offen. So sind ihnen Berufe, die Staatsexamina voraussetzen, verwehrt. Kein Einstieg also in ein so genanntes „Rechtsreferendariat“ – ein juristischer Vorbereitungsdienst, wie er etwa für die Laufbahn als Rechtsberater, Anwalt oder für den höheren Dienst benötigt wird. Folglich verfügen die Absolventen hierzulande auch nicht über die Befähigung beispielsweise zum Richteramt. Es gibt jedoch andere Bereiche öffentlicher Verwaltungen, in denen Wirtschaftsjuristen trotzdem bei „Vater Staat“ beschäftigt sein können.

 

Zulassungsvoraussetzungen für den Bachelor in spe

Grundsätzlich mag es offiziell noch immer so sein, dass erst ein bestimmtes Zeugnis den Zugang zu einem Hochschul-Studium ermöglicht. – Hinweis: In der Regel zielt dies auf ein Abitur, auch „Allgemeine Hochschulreife“ genannt, ab, wohingegen manche Fachhochschulreifen gewisse Branchen-Ausbildungen von vornherein ausschließen können. – Und auch wenn es offiziell nach wie vor Häuser mit Zulassungsbeschränkungen gibt, sprich Einrichtungen, an denen der Numerus clausus (NC) ein weiterer bestimmender Faktor für „Hopp oder top“ ist, also nur ein Super-Notendurchschnitt die Chancen auf einen Studienplatz erhöhen kann: Viele der alten Regeln sind nicht mehr allgemeingültig.

Vielmehr ist das Konzept inzwischen partiell aufgeweicht, sind die unterschiedlichsten Wege vorstellbar. Es gibt Bundesländer mit anderen Lösungsansätzen. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise werden die freien Fachhochschulplätze von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) (ehemals Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, kurz ZVS), aufgeteilt. Auch Einrichtungen, die sich nicht mehr allein am Notendurchschnitt der Bildungswilligen orientieren, können ein Wirtschaftsrechtsstudium ermöglichen. Manche Institutionen wiederum verlangen vor dem eigentlichen Studienbeginn zum Beispiel ein einschlägiges Vorpraktikum. Andere erwarten sogar eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Kurzum: Es ist ein Usus erkennbar, dass immer mehr Hochschulen ihre Zulassungsvoraussetzungen selbst festlegen – und auch allein entscheiden, welche der (Direkt)Bewerber sie annehmen. Unabhängig davon besteht so auch die Hoffnung Wirtschaftsrecht berufsbegleitend studieren zu können.

 

teilzeitstudienmöglichkeiten deutschlandWirtschaftsrecht als Teilzeitstudium – Städte von A bis Z

Eine übersichtliche Zusammenstellung der diversen Studiengänge rund um das Wirtschaftsrecht findet sich unter studienwahl.de. Die Website ist ein Kooperationsprojekt der Länder der Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (namentlich für Hessen) – sowie der Bundesagentur für Arbeit. In der Tabelle sind die Studienorte, die betreffenden (Fach)Hochschulen und Universitäten sowie die jeweiligen Studiengänge gegliedert.

Interessant dabei sind insbesondere die unterschiedlichen Schwerpunkte der einzelnen Einrichtungen. Auf einen Blick ersichtlich ist auch, ob es sich um eine staatliche oder private Institution handelt und zu welchem Abschluss der betreffende Studiengang führt.

 

Hochspezialisierte Fachleute immer im Fokus

Nicht sofort erkennbar ist an der Liste, ob der jeweilige Studiengang auch in Teilzeit oder als Fernstudium absolviert werden kann. Allerdings ist manchmal schon der angestrebte Abschluss mitunter ein Indiz dafür, ob zumindest die Chance auf ein Studium des Wirtschaftsrechts neben dem Beruf besteht. Denn nur ein Jurist, der gegebenenfalls auch Aufgaben als Anwalt oder Richter übernehmen will, muss ein Vollzeitstudium an einer Universität absolvieren und dieses mit einem Staatsexamen abschließen.

Jemand aber, der Rechtswissenschaften studieren will, um später beispielsweise Lösungen in der freien Wirtschaft zu finden, benötigt zur Ausübung seiner Tätigkeit kein Staatsexamen. Insofern sollte Abschlüssen mit einem „LL“ im akademischen Grad eine besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden. Denn sie sind nicht nur eine perfekte Alternative für ein übliches Jura-Studium. Vielmehr bieten Studiengänge rund um das Wirtschaftsrecht in der Gestaltung wesentlich mehr Chancen und sind obendrein auch als berufsbegleitendes oder Fernstudium möglich.

 

Fragen statt verzagen

Leider besteht tatsächlich eine weitaus größere Auswahl an Teilzeit-Studiengängen im Weiterbildungsbereich – in diesem Fall hin zum Master – denn als Bachelor. Dahingehend aber folgender Tipp: Längst nicht jede Einrichtung schreibt sich auf die Fahne, dass sie ein Parttime-Format anbietet.

Dennoch ermöglichen viele Institutionen die Absolvierung ihres Studiengangs Wirtschaftsrecht in Teilzeit, wenn auch manchmal erst nach entsprechender Anfrage oder als individuellen Ansatz. Es kann sich also durchaus lohnen, ein Gespräch mit der Beratungsstelle der Erste-Wahl-Ausbildungsstätte zu suchen, anstatt gleich zu verzagen, weil sie nicht auf der Liste steht.

 

Berlin

Hochschule für Technik und Wirtschaft

Die staatliche Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) mit Sitz in der Bundeshauptstadt Berlin bietet gleich zwei Möglichkeiten, zu einem Bachelor zu kommen. Beide Zweige sind zwar nicht explizit als Teilzeitstudium ausgeschrieben. Dennoch ist ein solches auf Antrag möglich.

 

a) Wirtschaftsrecht

Der eine Studiengang umfasst das klassische Wirtschaftsrecht und schließt mit dem Bachelor of Laws (LL.B.) ab. Als Zulassungsvoraussetzungen gelten:

  • 1. die Allgemeine Hochschulreife beziehungsweise das Abitur, eine Fachhochschulreife, oder eine sonstige fachgebundene Studienberechtigung,
  • 2. ein freiwilliger Studierfähigkeitstest,
  • 3. ein Vorpraktikum, das laut Studienordnung eine Länge von 13 Wochen in Anspruch genommen haben muss.
    Innerhalb der Regelstudienzeit von sieben Semestern müssen 210 Leistungspunkte (ECTS) erreicht worden sein. Außerdem gilt es, einen Nachweis über ein Fachpraktikum beizubringen, das im sechsten Semester einen zusammenhängenden Zeitraum von minimum 80 Arbeitstagen umfasst.

 

b) Wirtschaft und Politik

Der andere Studiengang ist Wirtschaft und Politik und hat zum Abschluss den Bachelor of Arts (B.A.). Wie der Titel schon anzeigt, nimmt sich dieser Studiengang also noch eines anderen Aspekts an – und das macht ihn so besonders: Hier stehen Inhalte aus Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, der Rechtswissenschaften sowie der Politik im Vordergrund, werden die gesamtwirtschaftlichen, betrieblichen und politikwissenschaftlichen Sichtweisen beziehungsweise deren Verknüpfungen beleuchtet. Noch dazu im internationalen Kontext, weshalb der Unterricht hier auch teilweise auf Englisch abgehalten wird. Der ebenfalls siebensemestrige Studiengang könnte daher als interessante Alternative in Betracht gezogen werden.

Als Zulassungsvoraussetzungen gilt die Allgemeine Hochschulreife beziehungsweise das Abitur, eine Fachhochschulreife oder eine fachgebundene Studienberechtigung nach §11 des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG). Innerhalb der Regelstudienzeit muss der Stand von 210 Leistungspunkten (ECTS) erreicht werden. Überdies soll im sechsten Semester ein Fachpraktikum mit einer Dauer von insgesamt 17 Wochen abgeleistet werden.

 

Essen

 FOM Hochschule für Oekonomie & Management

Bei der FOM Hochschule für Oekonomie & Management mit Hauptsitz in Essen kann der Traum vom Nebenbei-Studium Wirtschaftsrecht wahr werden. Nach der Zulassung – gefordert ist hier die Allgemeine Hochschulreife (Abitur), eine Fachhochschulreife oder eine sonstige als gleichwertig anerkannte Vorbildung –, bietet die Einrichtung die Ausbildung als Modell in Form von Präsenzunterricht am Abend- und/oder als Samstags- beziehungsweise Wochenendveranstaltung an.
Je nach Region stehen insbesondere für den Studiengang Wirtschaftsrecht neben Essen noch Räumlichkeiten unter anderem in Berlin, Bonn, Dortmund, Düsseldorf,, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover und Köln zur Verfügung.
Wer diesen Weg einschlägt, dem winkt nach sieben Semestern (180 ECTS) der akademische Grad eines Bachelors.
Übrigens: Der Studiengang ist zwar speziell für Berufstätige konzipiert, ein bestehendes Arbeitsverhältnis wird aber nicht vorausgesetzt.

 

Hamburg

Northern Business School

Einen Bachelor of Arts (B.A.) in „Betriebswirtschaft Kompetenzfeld Wirtschaftsrecht“ bietet die private Northern Business School (NBS) in ihrem Programm an. Über acht Semester beziehungsweise 48 Monate lang sollten dafür die Freitagabende und Samstage frei gehalten werden. Die Vorlesungen finden in der Regel in den Räumlichkeiten der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg statt.
Zugelassen ist jeder Interessierte, der

  • a) eine Allgemeine oder eine fachgebundene Hoch- oder Fachhochschulreife vorweisen kann, oder
  • b) eine erfolgreiche Teilnahme an einer staatlich geprüften Aufstiegsfortbildung, wie beispielsweise zum Meister, zum staatlich geprüften Techniker oder zum staatlich geprüften Betriebswirt, oder
  • c) eine durch Rechtsverordnung – etwa über eine Zugangs- oder Einstufungsprüfung insbesondere nach den Paragrafen 18,19 des Landeshochschulgesetzes (LHG) von Mecklenburg-Vorpommern – absolviert hat; alternativ gilt auch eine von der zuständigen staatlichen Stelle für diesen Studiengang gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung.

 

Köln

Rheinische Fachhochschule

Die Rheinische Fachhochschule (RFH) gehört zu den Einrichtungen, die schon lange dem Wunsch von Berufstätigen nachkommt, in Teilzeit studieren zu können. Ihr Angebot in Sachen berufsbegleitendes Bachelor-Studium zum Wirtschaftsjuristen: Eine siebensemestrige Regelstudienzeit, bei der die Thesis bereits eingeschlossen ist. Der Gesamtworkload umfasst 180 Credit Points (CP). Gebührenpflichtige Praxiszeiten fallen nicht an.

 

FernstudiumFernstudium als Alternative

Wer möglichst flexibel bleiben will oder muss, ist der richtige Kandidat für ein Fern- oder Onlinestudium Wirtschaftsrecht – Bachelor of Laws.

Örtlich ungebunden und unabhängig von Präsenzzeiten können die Lernzeiten weitaus individueller organisiert werden.

 

Die Anbieter für das berufsbegleitende Fernstudium Wirtschaftsrecht

 

DIPLOMA

Die DIPLOMA Studienzentren bieten neben ihrem Vollzeit-Präsenzstudium am Standort Bad Sooden-Allendorf den Studiengang Wirtschaftsrecht auch als berufsbegleitendes Fernstudium.
Neben einer Unterweisung in den Fächern Betriebswirtschaftslehre und Recht erfolgt auch eine fachliche Vertiefung in den Gebieten Finanzdienstleistungen, Merger & Acquisition oder Immobilienrecht – je nach Wunsch und Neigung.

Die Stoffbearbeitung ist als Wechsel zwischen Selbststudium mit entsprechenden Heften sowie zirka zwölf ganztägigen Sonnabend-Seminaren pro Semester angelegt. Diese Samstagsveranstaltungen werden an einem der bundesweiten Studienzentren abgehalten. Diese befinden sich – nicht zuletzt dank entsprechender Kooperationspartner – in Aalen, Baden-Baden, Berlin, Bochum, Bonn, Friedrichshafen, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Kaiserslautern, Kassel, Leipzig, Magdeburg, Mainz, Mannheim, München, Ostfildern, Regenstauf, Schwentinental, Stein bei Nürnberg, Wiesbaden und Wuppertal. Alternativ können die Vorlesungen auch im virtuellen Hörsaal des Online-Campus stattfinden.

Nach einer erfolgreich absolvierten Regelstudienzeit von sieben Semestern und einem Leistungspunktestand von 180 ECTS kann die private Einrichtung einen staatlich anerkannten Bachelor-Abschluss überreichen. Der Absolvent erhält von DIPLOMA ein Zeugnis, eine Urkunde, ein in Englisch ausgestelltes „Diploma Supplement“ sowie eine Notenübersicht („Transcript of Records“). Diese Unterlagen weisen ihn auch international als Akademiker mit Bachelor-Titel aus.
Übrigens: Wer etwas mehr Zeit benötigt: Das Studium ist um bis zu vier Semester kostenfrei verlängerbar.

Für eine Zulassung wird entweder die Allgemeine Hochschulreife beziehungsweise das Abitur oder eine Fachhochschulreife vorausgesetzt. Wer ohne Abitur studieren will: Eine bestandene Meisterprüfung kann hier hilfreich sein. Gemäß der Verordnung über den Zugang beruflich Qualifizierter zu den Hochschulen im Lande Hessen können aber auch noch die folgenden Nachweise als Türöffner fungieren:
der Abschluss

  • – einer sonstigen beruflichen Aufstiegsfortbildung von mindestens 400 Stunden oder
  • – einer Berufs- oder Verwaltungsakademie oder
  • – die Abschlussprüfung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf mit anschließender mindestens 3-jährigen Berufstätigkeit und Bestehen einer gesonderten Hochschulzugangsprüfung.

Bei ausländischen Schul- oder Berufsabschlüssen gilt es, deren Gleichwertigkeit für die geforderten Zulassungsbedingungen nachzuweisen.
Interessierte, die keine der genannten Voraussetzungen erfüllen, dürfen zunächst als Gasthörer an dem Studium teilnehmen.

 

EURO-FH

An der EURO-FH kann der Bachelor nach einer Regelstudienzeit von 36 bis 48 Monaten erreicht werden – je nach Schwerpunkt. Wer weitere 18 beziehungsweise 24 Monate benötigt, kann kostenlos verlängern. Wer sein Fernstudium schneller durchziehen will, darf dies ebenfalls tun.

 

Hochschule Wismar

Die Weiterbildungs-GmbH (WINGS) der Hochschule Wismar bietet bereits seit 2008 einen Online-Studiengang zum Bachelor in Wirtschaftsrecht an. Sie war damit bundesweit die erste Einrichtung, die im Bereich der Rechtswissenschaften einen virtuellen Campus eröffnet hatte. Nur zu den Abschlussprüfungen müssen die Studierenden persönlich erscheinen. Um die Distanzen dennoch so kurz wie möglich zu halten, stehen ihnen hierfür bundesweit etwa 60 mögliche Orte zur Auswahl.

 

International University of Applied Sciences Bad Honnef

Die private IUBH bietet ihren Studiengang zum Bachelor of Laws innerhalb von sechs, acht oder zwölf Semestern und 180 Credits an. Zugelassen ist jeder, der ein (Fach-)Abitur, eine abgeschlossene Meisterprüfung oder eine mindestens zweijährige Ausbildung mit dreijähriger Berufserfahrung nachweisen kann.

Abzulegen sind pro Semester vier bis sechs Klausuren. Dazu stehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz derzeit 31 Studienzentren zur Verfügung. Wahlweise können die Prüflinge auch eines der 130 Goethe-Institute weltweit ansteuern.