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Das Teilzeitstudium Psychologie ist für viele eine reizvolle Alternative zum Vollzeitstudium.

Ein Teilzeitstudium in Psychologie zu absolvieren, ist das Ziel vieler Studienanfänger. Ob Berufstätige mit viel Erfahrung im sozialen und psychologischen Bereich, Abiturient oder interessierter Senior – ihnen allen eröffnen die deutschen Universitäten heute Möglichkeiten, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.

Das Teilzeitstudium unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule – beispielsweise durch unterschiedliche Zulassungsbedingungen, durch den Aufbau des Studiengangs und durch die Art der Abschlussprüfung, die zur Erlangung des Titels „Bachelor“ erforderlich ist. Es lohnt sich also, die Angebote der einzelnen Hochschulen zu vergleichen und dann eine fundierte Entscheidung zu treffen.




Das Berufsbild des Psychologen – vielfältig und äußerst spannend

Wer als Psychologe tätig ist, beschäftigt sich beruflich mit einem der interessantesten „Forschungsgegenstände“ – mit dem Menschen und seiner Psyche. Das wichtigste Ziel, das die meisten psychologischen Berufsbilder bestimmt, ist die Förderung des Wohlbefindens, der Entwicklung und der Leistungsfähigkeit von Menschen.

Viele Menschen reizt in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, durch die eigene Berufstätigkeit anderen Personen helfen zu können. Psychologen können sich oft sehr glücklich schätzen, wenn sie beispielsweise innerhalb eines Unternehmens für bessere Arbeitsbedingungen sorgen, die vielen Arbeitnehmern zugutekommen. Auch die praktische und sinnvolle Arbeit mit Menschen, die beispielsweise an Depressionen oder an einem schweren Trauma leiden, kann zwar eine große Herausforderung für den Psychologen bedeuten, im Erfolgsfall aber auch sehr wohltuend für alle Beteiligten sein.

Wichtig ist es bei jedem psychologischen Beruf, das man gut mit Menschen umgehen kann und diesen Umgang auch schätzt. Kommunikation, Toleranz und Offenheit sind in der Regel essenziell für die tägliche Arbeit im psychologischen Bereich. Im Arbeitsalltag kann der Fokus entweder auf eine einzelne Person – den Patienten oder Klienten – oder auf eine Organisation, Gruppe oder die gesamte Gesellschaft gerichtet sein. Der Berufsverband der Deutschen Psychologinnen und Psychologen unterteilt die psychologischen Berufsfelder in vier Gruppen: Gesundheit, Erziehung und Bildung, Arbeitswelt und Kultur. Im Bereich Gesundheit geht es unter anderem um die psychologische Beratung von Menschen, die mit sozialen Problemen konfrontiert sind. Außerdem können psychische Störungen durch die Zusammenarbeit mit einem Psychologen häufig gelindert oder eliminiert werden. Bei der Erziehung und Bildung gilt es z.B., Erziehungsberatungen für Eltern anzubieten oder schulpsychologische Unterstützung zu leisten. Der Aufgabenbereich „Arbeitswelt“ umfasst zum Beispiel die Organisationsberatung, während in der Kultur tätige Psychologen unter anderem in politischen Organisationen eingesetzt werden.

 

Inhalte, Dauer und Aufbau des Bachelorstudiums im Bereich Psychologie

Die Regelstudienzeit für Studierende, die ein Bachelorstudium im Fach Psychologie absolvieren möchten, beträgt in den meisten Fällen sechs Semester. Dies ist der Wert für ein Vollzeitstudium. Geht man von einem halbierten Pensum pro Semester aus, verlängert sich die Regelstudienzeit auf einen Zeitraum von zwölf Monaten.

Selbstverständlich kann es vorkommen, dass Studierende einzelne Prüfungsleistungen nicht beim ersten Anlauf erbringen können oder dass zeitliche Gründe für eine Verlängerung der Studiendauer sorgen. In diesen Fällen kann sich die Studiendauer ggf. um mehrere Semester erhöhen.

An einige Universitäten kann lediglich ein Teil der Studiendauer in Teilzeit absolviert werden. Dies ist unter anderem durch Pflichtveranstaltungen oder Praktika verursacht, die sich unter Umständen nicht „strecken“ lassen. Hier ist auf die Informationen der einzelnen Hochschulen zu achten, um die Studiendauer schon vor Studienbeginn abschätzen zu können. Dies gilt insbesondere auch, wenn Psychologie berufsbegleitend bzw. in Teilzeit studiert werden soll.

Die Studieninhalte konzentrieren sich in den ersten Semestern immer auf das Basiswissen über die einzelnen psychologischen Teilgebiete und über die psychologischen Methoden. Anschließend werden die Kenntnisse vertieft – beispielsweise im Bereich der Organisationspsychologie. Darüber hinaus sind Praktika typische Bestandteile eines Psychologiestudiums, das mit dem Erlangen des Bachelortitels enden soll. Häufig sind mehrere Praktika obligatorisch und müssen in unterschiedlichen Einrichtungen absolviert werden. Um den Studienablauf besser einschätzen zu können, kann man sich Ablauf- oder Modulpläne der Hochschulen in der Regel vorab herunterladen.

 

Von welchem wöchentlichen Arbeitsaufwand muss man beim Teilzeitstudium der Psychologie ausgehen?

Während eines Psychologiestudiums, das mit einem Bachelorabschluss beendet werden soll, haben Studierende 180 ECTS-Punkte zu erreichen. ECTS steht für European Credit Transfer System. Anhand dieses Werts kann man den ungefähren Aufwand einschätzen, der mit einem Studium verbunden ist.

Pro ECTS-Punkt geht man von einem Arbeitsaufwand von einer Wochenstunde aus. Pro Semester im Teilzeitstudium Psychologie sind also 15 Wochenstunden Aufwand anzunehmen. Hier werden nicht nur die Präsenzzeiten berücksichtigt – auch die Vorbereitung und die Nachbereitung der Vorlesungen und Seminare, die Prüfungsvorbereitung, Praktika und Ähnliches sind inkludiert.

 

Wie ist es um die Zukunftsaussichten für Psychologen bestellt?

Wer den Meinungen von Experten vertraut, rechnet im Allgemeinen mit guten Zukunftsaussichten für Psychologen. Die Anzahl von Absolventen, die nach einem erfolgreich abgeschlossenen Psychologiestudium keinen Arbeitsplatz in ihrem Fachgebiet erhalten, ist relativ gering. Man spricht von einer „Arbeitslosenqute“, die auf jeden Fall unter dem Durchschnitt liegt.

Dies liegt insbesondere an dem breiten Spektrum von Einsatzmöglichkeiten, die den Absolventen des Studiengangs offen stehen. Von der Beratung eines Unternehmens im Personalbereich über die Hilfestellung für psychisch kranke Personen bis hin zur Betreuung von Forschungsprojekten reichen die möglichen Berufsfelder von Psychologen.

Einen Nachwuchsmangel gibt es im Bereich der Psychologie jedoch nicht. Aus diesem Grund gibt es schon seit vielen Jahren Zulassungsbeschränkungen für das Studienfach – an dem meisten deutschen Hochschulen kann man sich glücklich schätzen, wenn man den gewünschten Studienplatz innerhalb kurzer Frist erhält. Um der großen Nachfrage zu entsprechen, entwickelt sich auch die Anzahl der Studienmöglichkeiten für angehende Psychologen konstant nach oben. Es ist also absehbar, dass es im Laufe der nächsten Jahre weiter steigende Absolventenzahlen geben wird. Dies wird sicherlich auch für ein Studium Psychologie in Teilzeit gelten.

 

Mit diesen Zulassungsvoraussetzungen werden Studieninteressierte beim Teilzeitstudium Psychologie konfrontiert

In der Regel existieren an den Hochschulen Zulassungsbeschränkungen für das Studienfach Psychologie. Ob ein potenzieller Studierender zum Studium zugelassen wird, entscheidet sich anhand unterschiedlicher Kriterien. Der Numerus Clausus ist dabei eine wichtige Größe und liegt in vielen Fällen zwischen den Abiturnoten 1,0 und 1,9. Wer eine bestimmte Anzahl von Wartesemestern vorweisen kann, hat in der Regel bessere Chancen, allerdings können mitunter bis zu 16 Wartesemester notwendig sein, bevor man mit dem Studium beginnen kann.

Je nach Universität und je nach Bundesland kommen neben der allgemeinen Hochschulreife weiterer Möglichkeiten in Betracht, die grundsätzlich zu einem Psychologiestudium berechtigen. Es ist also nicht zwingend das Abitur erforderlich, sondern zum Beispiel auch eine fachgebundene Hochschulreife mit einer entsprechenden Studienberechtigung für Psychologie. Darüber hinaus werden auch vergleichbare Bildungsnachweise aus anderen Ländern akzeptiert. Über die Details informieren die Beratungsstellen der einzelnen Bildungseinrichtungen bzw. spezialisierte Studienberater.

 

teilzeitstudienmöglichkeiten deutschlandPsychologie in Teilzeit studieren – Städte von A bis Z

 

Bamberg

 

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg bietet seit dem Wintersemester 2011/2012 fast alle Studiengänge – auch das Bachelorstudium der Psychologie – alternativ in Teilzeit an. Bei dem Bachelorstudiengang handelt es sich um einen zulassungsbeschränkten Studiengang, bei dem Studierende sich um eine Aufnahme bewerben müssen. Es gelten dabei die jeweils aktuellen Regelungen zum örtlichen Auswahlverfahren der bayerischen Hochschulen. In diesem Sinne gibt es bevorzugte Teilnehmer, zu denen u.a. die vorherige Ableistung eines Dienstes (z.B. Bundeswehr) oder die Teilnahme an einem mindestens sechsmonatigen Förderprogramm gehören. Auch Sonderquoten (z.B. für Fälle außergewöhnliche Härte oder für qualifizierte Berufstätige) sind vorhanden.
Die reguläre Studiendauer beträgt bei einem Teilzeitstudium 12 Semester. Das Studium ist in verschiedene Module aufgeteilt, welche jeweils einem Themenbereich der Psychologie entsprechen. In jedem Modul gibt es Wahl- und Pflichtmodule, zu jedem Modul gehört außerdem mindestens eine Prüfungsleistung wie beispielsweise die Anfertigung einer Hausarbeit oder das Halten eines Referats. In den ersten Semester geht es vorwiegend um eine Einführung in die Psychologie bzw. in die wichtigsten Teilgebiete. Die Allgemeine Psychologie bestimmt vor allem das erste und das zweite Semester des Regelstudiums (beim Teilzeitstudium also die Semester eins bis vier), ebenso wie die Persönlichkeitspsychologie und die Biologische Psychologie. Auch die Statistik wird in diesen Anfangssemestern ausführlich behandelt. Im weiteren Verlauf wird es thematisch spezieller.

 

Braunschweig

 

Technische Universität Braunschweig

Die Technische Universität Braunschweig bietet Studierenden die Möglichkeit, den Bachelorstudiengang Psychologie als Teilzeitstudiengang zu absolvieren. Dabei handelt es sich um eine Verdoppelung der Studienzeit bei gleichzeitiger Halbierung des Pensums. Ein gesonderter, ausschließlich auf Teilzeitstudierende ausgerichteter Studiengang (z.B. Abendstudium) existiert nicht. Sofern Studierende zum Studium der Psychologie in Braunschweig zugelassen wurden, können Sie in jedem Jahr einen Antrag auf ein Teilzeitstudium stellen. Dieser ist bei entsprechender Genehmigung für ein komplettes Jahr gültig.

Ein Doppel- oder Parallelstudium in Teilzeitform ist in Braunschweig nicht möglich. Das Studium ist in mehrere Abschnitte unterteilt und beginnt mit einer grundlagenwissenschaftlichen Ausbildung in den ersten drei Semestern bei Voll- bzw. sechs Semestern bei Teilzeitstudierenden. Auch Vertiefungsmöglichkeiten werden bereits in dieser Phase angeboten. Das darauf folgende Semester (bei Teilzeitstudierenden: zwei Semester) befasst sich mit den Berufsfeldern der Psychologie und bereitet die Wahl der vertiefenden Anwendungsmodule in der darauf folgenden Phase vor. Im Verlauf des Studiums werden viele Einblicke in praktische Tätigkeiten nach dem Studium gewährt, am Ende der Studiendauer wird eine Abschlussarbeit verfasst und einem Kolloquium präsentiert, um den Bachelortitel zu erreichen.

 

Erlangen-Nürnberg

 

Universität Erlangen-Nürnberg

Die Universität Erlangen-Nürnberg bietet das Teilzeitstudium im Studiengang Psychologie als Ein-Fach-Bachelor-Studienfach an. Um zu einem Teilzeitstudium zugelassen zu werden, ist ein Antrag notwendig. Dieser wird nach der eigentlichen Zulassung zum Studium gestellt. Im Rahmen des Studium müssen verschiedene Module absolviert. In den ersten Semestern wird dabei vor allem Wert auf die Grundlagenvermittlung und auf die Einführung in bestimmte Themen gelegt. Die Allgemeine Psychologie als Modul I und II stehen ebenso im Zentrum des Interesses wie die Biologische Psychologie, die Entwicklungspsychologie und die Statistik. Darüber hinaus kommt der Forschungspraxis (Methodenvermittlung) eine besondere Bedeutung zu.

Im Studienverlauf sind mehrere Praktika vorgeschrieben, die in verschiedenen Institutionen absolviert werden müssen. Die Dauer der Praktika ist unterschiedlich (einmal acht Wochen oder 320 Stunden und zweimal vier Wochen mit jeweils 160 Stunden). Ziel ist es, den Studierenden Einblicke in den praktischen Arbeitsalltag zu geben. Im zwölften Fachsemester geht es dann vorwiegend um die Anfertigung der Bachelorarbeit. Viele weitere Informationen zur Struktur und den Inhalten können dem sogenannten Modulhandbuch für Teilzeitstudierende entnommen werden. Die Abschlussarbeit kann nach einer entsprechenden Genehmigung auch in Kooperation mit einer Psychosomatischen und Psychotherapeutischen Abteilung geschrieben werden. Entsprechende Formulare hält die Hochschule für die Studierenden bereit.

 

Hamburg

 

Universität Hamburg

Die Universität Hamburg bietet Studierenden an, den Bachelor of Science im Fach Psychologie in Teilzeit zu absolvieren. Die Studiendauer beträgt bei einem Vollzeitstudium sechs Semester und verlängert sich bei einem Teilzeitstudium entsprechend auf den doppelten Zeitraum. Der Studiengang selbst ist – sowohl für Teilzeit- als auch für Vollzeitstudierende – zulassungsbeschränkt. Es gibt einen NC, wobei die durchschnittliche Abiturnote, mit der man einen Studienplatz erhalten kann, von Semester zu Semester unterschiedlich ist. Auch Wartezeiten und andere Faktoren sind entscheidend.

Der Studiengang ist unterteilt in einen Pflichtbereich, einen Wahlpflichtbereich und einen freien Wahlbereich. Verpflichtend sind zahlreiche Veranstaltungen zu Grundlagenthemen, insbesondere auch zur Einführung in die unterschiedlichen Methoden der Psychologie. Auch eine berufsorientierende Phase bzw. ein Praktikum mit einer Zeitdauer von mindestens neun Wochen ist verpflichtend vorgeschrieben. Damit auch die Schlüsselkompetenzen wie die sozialen und persönlichen Fähigkeiten auf die spätere Tätigkeit abgestimmt werden, gibt es auch hier verpflichtende Studieninhalte. Beispiele für den Wahlpflichtbereich sind Aufbaumodule der Arbeits- und Organisationspsychologie, der Klinischen Psychologie oder der Pädagogischen Psychologie. Zwei dieser drei Aufbaumodule müssen belegt werden, sodass sich die Fachkenntnisse der Studierenden vertiefen. Als freie Wahlbereiche bezeichnet man an der Universität Hamburg unter anderem die Erweiterung der Sprachkenntnisse und das Belegen weiterer, das Wissen intensivierender Veranstaltungen.

 

Heidelberg

 

Universität Heidelberg

Die Universität Heidelberg bietet den Studiengang Psychologie mit Bachelorabschluss auch als Teilzeitstudiengang an. Der Antrag auf diese Studienform kann jederzeit gestellt werden – also zu Beginn des Studiums oder auch während des Studiums. Er bezieht sich immer auf ein Jahr, was dann die Inhalte eines Fachsemesters beinhaltet, da die Inhalte entsprechend verteilt werden. Zunächst müssen sich Studieninteressierte wie gewöhnlich für einen Studienplatz der Psychologie bewerben, denn der Studiengang ist zulassungsbeschränkt. Nach der Zusage wird dann der Antrag auf Wunsch mit eingereicht. Die Studiendauer für das Psychologiestudium beträgt bei einem Vollzeitstudium 6 Semester, beim Teilzeitstudium wird diese Zeitdauer entsprechend verdoppelt.

Während der Studienzeit werden verschiedene Studienmodule absolviert. Diese sind zeitlich und thematisch in sich abgeschlossen und können sich aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammensetzen. Die Abfolge der Module ist relativ fest vorgegeben, wobei in den ersten zwei Dritteln der Studienzeit der Schwerpunkt auf Grundlagen- und Anwendungsbereiche der Psychologie gelegt wird. Dazu gehören u.a. die Allgemeine Psychologie und die Entwicklungspsychologie, aber auch die Diagnostik. Am Ende des zweiten Semesters (bei Teilzeitstudierenden am Ende des vierten Semesters) gibt es eine sogenannte Orientierungsprüfung. Wer diese besteht, darf das Studium fortsetzen. Im letzten Drittel der Studienzeit entscheidet man sich für ein Grundlagen- und ein Anwendungsfach, die jeweils vertiefend studiert werden. Die Bachelorarbeit bildet den Schlusspunkt des Studiums.

 

Hildesheim

 

Universität Hildesheim

Die Universität Hildesheim bietet den Bachelorstudiengang Hildesheim genauso wie den Masterstudiengang Pädagogische Psychologie (Schwerpunkt Pädagogische Psychologie) phasenweise als Teilzeitstudium an. Grundsätzlich sind diese beiden Psychologiestudiengänge als Vollzeitstudiengänge angelegt. Eine partielle Absolvierung in Teilzeit ist aber möglich. Wer Interesse an der Teilzeitvariante hat, muss dies beantragen, und zwar jeweils mit der Rückmeldung für das folgende, gesamte Studienjahr.

Es ist nicht möglich, den Teilzeitmodus nur für ein einziges Semester zu nutzen. Die Umsetzung der Teilzeitstudienmöglichkeit findet in Hildesheim als Modellvorhaben im Projekt „audit familiengerechte hochschule” statt. Die wichtigste Voraussetzung zu der Zulassung zu dem Bachelorstudiengang selbst ist das Abitur oder ein gleichwertiger Abschluss. Das Studium ist in Vollzeit auf 6 Semester und in Teilzeit auf die doppelte Zeitdauer ausgelegt. In der ersten Phase (erstes Drittel der Studienzeit) geht es vorwiegend um Einführung in das Spektrum der einzelnen Fächer bzw. Themengebiete. Außerdem werden die Methoden der Pädagogik, der Erziehungswissenschaft sowie der empirischen Sozialforschung und andere Basiskenntnisse vermittelt. Im zweiten Drittel geht es dann darum, Kenntnisse gezielt zu vertiefen. Auch die Perspektive der Studierenden wird nun erweitert und es werden sowohl wissenschaftliche als auch fachliche Kenntnisse in den Fokus gerückt – zum Teil auch mit verzahnten Modulen, die beide Bereiche verbinden. Geht das Studium schließlich in die dritte Phase über, erfolgt eine weitere Vertiefung sowie die Vorbereitung und die Begleitung der Arbeit an der Abschlussarbeit.

 

Saarbrücken

 

Universität des Saarlandes

Die Universität des Saarlandes bietet das Studium der Psychologie auch als Bachelorstudiengang an, ein Teilzeitstudium ist grundsätzlich möglich – zumindest in bestimmten Teilen bzw. Phasen. Sofern Studieninteressierte zum Studium die Zulassung zum Psychologiestudium an der Hochschule erhalten, können sie auch einen Antrag auf ein Teilzeitstudium stellen. Wichtig ist, dass die Universität des Saarlandes (wie die meisten anderen Hochschulen auch) keine speziellen fertigen Teilzeitstudiengänge anbietet. Das Studienpensum kann allerdings auf die doppelte Zeitdauer verteilt werden, es müssen also nur 50 % der vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen pro Semester besucht werden. Bestehende Studiengänge werden in diesem Sinne „gestreckt“.

Für den Bachelorstudiengang besteht eine Zulassungsbeschränkung, sodass eine vorherige Beantragung auf Zulassung notwendig ist. Wurde diese erteilt, kann das Studium starten und dauert in der Regel sechs bzw. zwölf Semester. Bei der Studiengangsstruktur orientiert sich die Hochschule an der Rahmenordnung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Dies bedeutet, dass auf einen Grundlagenbereich von vier bzw. acht (Teilzeit) Semestern der Anwendungsbereich folgt. In der Grundlagenphase werden unter anderem die fachspezifische Forschungsmethodik und die fachspezifische Diagnostik sowie die Allgemeine und die Biologische Psychologie behandelt. Darüber hinaus gibt es erste Veranstaltungen aus Bereichen wie Sozial- und Entwicklungspsychologie, Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie. Der Anwendungsbereich ist deutlich praxisorientierter und vertieft gezielt die oben genannten Kenntnisse und Fertigkeiten, sodass den Studierenden ein guter Einstieg in das spätere Berufsleben ermöglicht wird.

 

FernstudiumFernstudium als Alternative

FernUni Hagen

Die FernUni Hagen bietet Studierenden die Möglichkeit an, durch ein Fernstudium eine Bachelortitel im Studienfach Psychologie zu erlangen. Wer sich für ein solches Studium interessiert, benötigt eine Hochschulzugangsberechtigung, welche vom Bundesland Nordrhein-Westfalen anerkennt wird (z.B. Abitur, die fachgebundene Hochschulreife mit Studienberechtigung für Psychologie, Sozialwissenschaften und Soziologie oder Wirtschaftswissenschaft oder auch vergleichbare Bildungsnachweise aus dem Ausland). Alternativ ist ggf. auf Antrag auch eine Zugangsprüfung möglich. Darüber hinaus ist es notwendig, dass Studienbewerber über einen Rechner mit Internetzugang verfügen müssen, um die Module für das Fernstudium absolvieren zu können. Außerdem sollten sie gute Englischkenntnisse mitbringen.

Wer sich für ein Teilzeitstudium entscheidet, kann mit einer Regelstudienzeit von zwölf Semestern rechnen. Das Studium wird in drei Phasen unterteilt, und zwar in die Einführungsphase, in die Grundlagen- und Forschungspraxis und in die Anwendungs- und Nebenfachphase. Die erste Phase beinhaltet zwei, die zweite fünf und die dritte vier Module. Wer den nächsten Studienabschnitt beginnen möchte, muss den jeweils vorausgehenden erfolgreich abgeschlossen haben. Die Studienphasen bestehen in der Regel aus einer Kombination von schriftlicher Wissensvermittlung, Onlinevorlesungen, Präsenzveranstaltungen und der Wissensvermittlung über Onlineseminare und virtuelle Lehr- und Lernplattformen. Die Ausgestaltung hängt jeweils vom Thema und von den Lehrinhalten ab. Das Studium der Psychologie neben dem Beruf ist bei der FernUni in der Regel gut möglich.

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