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Begeben Sie sich “nebenbei” auf die Spuren der großen Denker!

Es gibt nicht wenige Menschen, die irgendwann auf den Gedanken kommen, ein Teilzeitstudium in Philosophie zu absolvieren. Dazu gehören frischgebackene Abiturienten genauso wie Senioren oder Menschen, die zuvor im betriebswirtschaftlichen Bereich tätig waren und sich nun eher auf der Suche nach Sinn und Erkenntnissen befinden. Glücklicherweise kann man Philosophie heute an zahlreichen Universität auch nebenberuflich studieren.

So ist es nicht nur möglich, das klassische Studentenleben in Vollzeit zu genießen. Man kann Philosophie auch nebenberuflich studieren und beispielsweise mit einem Teilzeitjob im bisherigen Unternehmen kombinieren. Auch für Väter oder Mütter, die derzeit ihre Kinder zu Haus betreuen, kann ein solches Teilzeitstudium neben der „Familienarbeit“ infrage kommen. Je nachdem, welche Studienform man sich wünscht und welche fachlichen Schwerpunkte von persönlichem Interesse sind, eignen sich unterschiedliche Hochschulen für das Studium. Es ist daher eine gute Sache, sich eingehend mit den diversen Studienangeboten zu beschäftigen und dann mit dem Philosophiestudium zu starten, das den eigenen Neigungen am Stärksten entspricht.




Der Beruf ist das, was man aus ihm macht – das Berufsbild des modernen Philosophen

Den Berufsalltag eines Philosophen zu beschreiben, war wohl in der Antike noch wesentlich einfacher als in unserer heutigen Zeit. Während die Philosophen im alten Griechenland ihren festen Platz in der Gesellschaft hatten – der längst nicht zwangläufig das Leben in einer Diogenes´schen Tonne implizierte – fällt es heute mitunter schwer, einen klassischen Arbeitsalltag für Philosophen zu skizzieren.

Daher kann das Berufsbild ganz unterschiedlich ausfallen. Wie bei den meisten Karrieren gilt auch hier: Wer im Studium sein Bestes gibt und hervorragend abschneidet, kann sich später sicherlich auch in der Berufswelt durchsetzen. So arbeiten einige Philosophen beispielsweise in Verlagen, wo sie unter anderem im Lektoratsbereich oder in Redaktionen eingesetzt werden. Auch die Computerbranche bietet ab und an spannende Möglichkeiten für Absolventen des Fachbereichs Philosophie, denn diese kennen sich mit dem formalen Denken aus und wissen ebenso, wie ein Mensch mit all seinen Besonderheiten „tickt“. Viele Unternehmen offerieren gut ausgebildeten und engagierten Philosophieabsolventen auch Möglichkeiten in ihrem Personal- bzw. Aus- und Weiterbildungsbereich. Die Unternehmen, die Philosophen einstellen, machen sich dabei vor allem die oft sehr hohe Sprachkompetenz und die Fähigkeit, nach Lösungen zu suchen und diese auch zu finden, zunutze. Darüber hinaus sind Politik und Lehre spannende Tätigkeitsfelder für die im Diskurs und in der Lösungsfindung geschulten Absolventen.

 

Mit diesen Inhalten, dieser Dauer und diesem Aufbau muss man beim Bachelorstudium Philosophie rechnen

Das Studium der Philosophie, das mit dem Titel Bachelor abgeschlossen werden soll, dauert als Vollzeitstudium an den meisten Hochschulen drei Jahre, also sechs Semester. Möchte man Philosophie in Teilzeit studieren, verlängert sich die Studiendauer entsprechend – in der Regel verdoppelt sie sich auf insgesamt zwölf Semester.

Es gibt aber auch Teilzeitvarianten, die auf zehn Semester ausgelegt sind. Die einzelnen Universitäten legen den Studiengang etwas unterschiedlich aus und gewichten die einzelnen thematischen Bestandteile so, wie es ihren Vorstellungen entspricht. Selbstverständlich sollten sich Studierende vorab darüber informieren, welchen Ansatz eine Universität verfolgt und wie das Studium dort konkret aussieht. An den meisten Hochschulen ist der erste Studienabschnitt (häufig die ersten beiden Semester bzw. die ersten vier Semester bei Teilzeitstudierenden) den Grundlagen gewidmet. Hier geht es dann insbesondere darum, sich mit der theoretischen Philosophie vertraut zu machen und sich eingehend mit der Logik und mit der Wissenschaftstheorie auseinanderzusetzen. Diese Grundfertigkeiten sind gewissermaßen das Handwerkszeug für das weitere Studium und auch für die spätere aktive philosophische Tätigkeit. Ist die Basisausbildung abgeschlossen, schließen weitere Phasen an, beispielsweise mehrere Semester praktische Philosophie und weitere Semester, in denen man dem Studium der Philosophiegeschichte eine große Bedeutung beimisst. Da gerade die Bachelorstudiengänge heute eher praxisorientiert aufgebaut sind, beschäftigen sich die Studierenden heute auch verstärkt mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und beleuchten diese unter verschiedenen philosophischen Aspekten. An vielen Hochschulen wird auf das eigenständige Erarbeiten und Verfassen sowie vor allem auf das Präsentieren eigener Arbeitsergebnisse gesteigerter Wert gelegt. Dies steigert wichtige Kompetenzen, die die Absolventen später in diversen Unternehmen bzw. Berufsumfeldern benötigen.

 

Wöchentlicher Arbeitsaufwand

Um den wöchentlichen Arbeitsaufwand für ein Bachelor-Philosophiestudium abschätzen zu können, ist zunächst auf die Studienform zu achten. An einigen Universitäten wird das Philosophiestudium als Ein-Fach-Bachelor angeboten, an anderen als Zwei-Fach-Bachelor.

Letzteres bedeutet, dass zu dem Fach Philosophie noch ein weiteres, gleichwertiges und gleich aufwendiges Fach hinzugewählt wird – beispielsweise eine Fremdsprache, Geschichte, Kunstwissenschaft oder Musikwissenschaft. Möchte man einen Bachelor in Philosophie erlangen, sind in den meisten Fällen insgesamt 180 ECTS-Punkte (Punkte nach dem „European Credit Transfer System“) zu erreichen. Rechnet man dies auf die üblichen zwölf Semester eines Teil- bzw. Halbzeitstudiums herunter, erhält man 15 Punkte. Diese stehen für die zu erübrigenden Wochenstunden, die Studierende in das Studium investieren müssen. Selbstverständlich handelt es sich dabei lediglich um Richtwerte, allerdings gibt die Punktzahl eine wichtige Orientierung. Die 15 Wochenstunden beinhalten Präsenzzeiten, aber auch Lernzeiten zu Hause, Vorbereitungs- und Übungszeiten, Praktika und ähnliche Tätigkeiten.

 

Zukunftschancen für Philosophen: Mit viel Engagement zum gewünschten Job

Für die meisten Studierenden gilt heute die Maxime, dass sie sich früh um ihre beruflichen Perspektiven kümmern sollten. Gerade bei einem Studiengang wie Philosophie, der viele Fähigkeiten schult, aber nicht explizit auf eine bestimmte Berufstätigkeit vorbereitet, ist Engagement gefragt.

Studierende sollten sich also möglichst früh Gedanken darüber machen, welche Branche oder welches Tätigkeitsumfeld zu Ihnen und Ihren Fähigkeiten und Neigungen passen könnte. Ein guter Weg, daraus eine berufliche Perspektive zu schaffen, ist stetige Präsenz in entsprechenden Organisationen, Institutionen oder Unternehmen. Wer seine Zukunft z.B. in einer Personalabteilung bzw. im Human-Ressources-Bereich eines Großunternehmens sieht, sollte Kontakte knüpfen und über Praktika erste Einblicke gewinnen. Wer hier einen guten Eindruck hinterlässt, qualifiziert sich vielleicht schon für den ersten Job nach dem Studium der Philosophie. Personen, die Philosophie neben dem Beruf studieren, haben sicherlich auch konkretere Ideen im Hinterkopf. Auch hier kann man dem späteren beruflichen Glück nachhelfen, indem man sich z.B. in Gespräche mit dem eigenen Arbeitgeber begibt und mögliche Erweiterungen des eigenen Einsatzbereichs bespricht.

 

Über diese Zulassungsvoraussetzungen sollte man beim Teilzeitstudium Philosophie Bescheid wissen

Ob es für das Studienfach Philosophie eine Zulassungsbeschränkung gibt oder nicht, hängt ganz von der Universität ab, an der man studieren möchte. Zum Teil gibt es einen Numerus Clausus, der ungefähr zwischen den Abiturnoten 1,3 und 2,9 liegt.

Alternativ dazu können auch Wartesemester förderlich sein – gerade bei Teilzeitstudierenden oft eine gute Lösung, denn viele haben zuvor bereits gearbeitet oder ein anderes Studium oder eine andere Ausbildung absolviert. Die Wartezeit für einen Bachelorstudiengang in Philosophie kann bei bis zu zehn Wartesemestern liegen, wenn man von einer ähnlichen Weiterentwicklung der aktuellen Tendenzen ausgeht. Einige Hochschulen bieten aber auch eine direkte Zulassung an, sofern das Abitur oder eine gleichwertige Zugangsberechtigung vorliegt. Gleiche Möglichkeiten wie das Abitur bieten in der Regel auch die fachgebundene Hochschulreife mit Studienberechtigung für Philosophiestudiengänge oder anerkannte Bildungsnachweise aus dem Ausland. Über Details informieren die Studienberater an jeder einzelnen Hochschule.

 

 

teilzeitstudienmöglichkeiten deutschlandPhilosophie in Teilzeit studieren – Städte von A bis Z

Bamberg

 

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg bietet den Bachelorstudiengang Philosophie ohne Zulassungsbeschränkungen an. Selbstverständlich muss das Abitur oder eine andere gültige Hochschulzugangsberechtigung bei der Immatrikulation vorgelegt werden. Das Studium der Philosophie mit dem Studienziel Bachelor dauert in Bamberg 6 Semester in Vollzeit und 12 Semester in Teilzeit. Dies ist die gültige Regelung für den Ein-Fach-Bachelor.

Wer möchte, kann das Fach Philosophie auch als zweites Hauptfach in einem Zwei-Fach-Bachelorstudiengang oder als Nebenfach in einem anderen mehrfächerigen Bachelorstudiengang belegen. Das Philosophiestudium kann in Bamberg zum Sommersemester oder zum Wintersemester begonnen werden. Wenn man ein Teilzeitstudium als Studienform wählen möchte, schreibt man sich hier online ein und stellt gleichzeitig einen Antrag auf Teilzeitstudium. Da es sich bei dem Studium der Philosophie in Bamberg um einen nicht zulassungsgeschränktes Studienfach handelt, kann man theoretisch in jedem Semester zu einem Teilzeitstudium bzw. zum Vollzeitstudium wechseln.

So ist ein sehr flexibler Studienablauf möglich. Die Universität Bamberg folgt bei ihrem BA-Studium der Philosophie dem sogenannten „Cambridge Modell“. Dies bedeutet, dass der Schwerpunkt auf einer systematischen Beschäftigung mit den philosophischen Grundtexten und einer intensiven Einzelbetreuung der Studierenden liegt. Das Verfassen von Essays ist ebenso an der Tagesordnung wie das Diskutieren philosophischer Fragestellungen mit aktuellem Bezug. Wer mit diesem Studium startet, sollte also Spaß an der Lektüre und am Verfassen von Texten haben und sich gerne mit aktuellen Themen auseinandersetzen.

 

Berlin

 

Technische Universität Berlin

Die Technische Universität Berlin bietet bereits seit dem Wintersemester 2006/2007 den Bachelorstudiengang Kultur und Technik mit dem Kernfach Philosophie (BA) an. Weitere Kernfächer sind – alternativ zu Philosophie – auch Kunstwissenschaft, Sprache und Kommunikation oder Wissenschafts- und Technikgeschichte. Es gibt einen NC, der von der aktuellen Nachfrage abhängig ist. Generell zielt der Studiengang Kultur und Technik darauf ab, fachliche, soziale und methodische Kompetenzen zu vermitteln, mit denen sich die Besonderheiten von Kultur und Technik begreifen und verbinden lassen. Die Universität möchte damit dazu beitragen, die Wissenschaften interdisziplinärer zu gestalten und besser in die Gesellschaft zu integrieren.

Vermeintliche Gegensätze von Kultur und Technik sollen dabei aufgelöst werden. Die verschiedenen Kernfächer befassen sich intensiv mit unserer modernen Welt und blicken auch auf die historische Entwicklung derselben. Der Studiengang qualifiziert die Studierenden für eine berufliche Tätigkeit in Berufsfeldern, in denen eine Vermittlung zwischen technischen und wissenschaftlichen Bereichen und der Gesellschaft gefragt ist – zum Beispiel in der Politik oder in den Medien, aber auch in kulturellen Einrichtungen. Das Studium dauert 6 Semester in Voll- und 12 Semester in Teilzeit und startet mit den sogenannten interdisziplinären Studien. Im Kernfach Philosophie befassen sich die Studierenden zu Beginn vor allem mit den Methoden der hermeneutischen Textinterpretation und der logischen Rekonstruktion von Argumenten. Wer das Bachelorstudium in diesem Bereich erfolgreich abgeschlossen hat, qualifiziert sich damit unter anderem für die Aufnahme des Masterstudiums der Philosophie an der Technischen Universität Berlin.

 

Erfurt

 

Universität Erfurt

Die Universität Erfurt hält für interessierte verschiedene Philosophiestudiengänge bereit. Wer einen Bachelorabschluss anstrebt, kann Philosophie als Haupt- oder Nebenstudienrichtung wählen. Das Studium kann zum Sommer- und zum Wintersemester aufgenommen werden und erfordert eine Regelstudienzeit von zwölf Semestern für Teilzeitstudierende. Ein Numerus clausus existiert nicht, sodass eine Zulassungsbeschränkung nicht gegeben ist. Die Universität Erfurt weist allerdings darauf hin, dass für das Studium einiger Texte Fremdsprachenkenntnisse wichtig sind.

Von zentraler Bedeutung ist hier das Englische. Darüber hinaus ist es von Vorteil, die klassischen Sprachen zu beherrschen, welche die abendländische Philosophie prägten: Griechisch und Latein. Diese Sprachkenntnisse sind allerdings keine zwingende Voraussetzung für die Vergabe der Studienplätze. Wer hier Philosophie berufsbegleitend studiert, befasst sich mit vielen Grundfragen der Menschheit. Berühmte Denker der Gegenwart und der Vergangenheit werden hier ebenso in den Blickpunkt gerückt wie aktuelle Fragestellungen. Insbesondere liegt der Schwerpunkt auf vier Teilgebieten: der Geschichte der Philosophie, der Praktischen Philosophie, der Theoretischen Philosophie und der Wissenschaftsphilosophie.

Das erste Studiendrittel wird als Orientierungsphase genutzt und dient dazu, die Grundfertigkeiten und Arbeitsweisen der Philosophie zu verdeutlichen und zu vermittel. In der sogenannten Qualifizierungsphase (Studiendrittel zwei und drei) werden dann weiterführende Themenbereiche wie Wissenschaftsphilosophie und Religionswissenschaft hinzugenommen. Während es Studiums ist ein Praktikum vorgesehen, das berufsfeldorientierende und interdisziplinäre Eigenschaften haben soll. Ein weiteres berufsorientierendes Praktikum ist optional möglich.

 

Erlangen-Nürnberg

 

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bietet einen sechs Semester (Vollzeit) bzw. zwölf Semester (Teilzeit) währenden Studiengang der Philosophie an. Dieser gehört zur Fächergruppe der Sprach- und Kulturwissenschaften und kann jeweils zum Wintersemester in Erlangen begonnen werden. Sowohl für Studienanfänger als auch für höhere Semester handelt es sich bei der Philosophie um einen zulassungsfreien Studiengang. Allerdings sind Sprachkenntnisse erforderlich, um das Studium erfolgreich absolvieren zu können.

Nachweisen muss man ausreichende Kenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen, darunter Englisch. Der Nachweis ist bis zum Ende des vierten Semesters (bzw. achten Semesters bei Teilzeitstudierenden) zu erbringen. Besonders wichtig ist es, dass Philosophie in Erlangen-Nürnberg ausschließlich als Zwei-Fach-Bachelor studiert werden kann. Es muss also ein zweites Studienfach geben – über die möglichen Fächer informiert die Studienberatung oder ein Blick auf die Website der Hochschule. Das Teilzeitstudium ist hier seit dem Wintersemester 2011/2012 möglich. An der Hochschule ist das Philosophiestudium in vier Phasen unterteilt: Die erste ist die propädeutische Phase und stellt die wichtigsten Inhalte, Methoden und Arbeitstechniken der Philosophie in den Mittelpunkt. Darauf folgt die zweite Studienphase, die sich mit der Einführung in die zentralen Teildisziplinen der Philosophie – historisch und systematisch – befasst. Die dritte Studienphase vertieft die Kenntnisse der theoretischen und praktischen Philosophie und leitet zur vierten Phase über, die zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten befähigt.

 

Duisburg-Essen

 

Universität Duisburg-Essen

Die Universität Duisburg-Essen hat zum Wintersemester 2012/2013 den Bachelor Angewandte Philosophie in ihr Angebot aufgenommen. Durch die Akkreditierungsagentur ZEvA wurde der Studiengang bis zum 30.09.2019 akkreditiert. Insgesamt sind im Rahmen des Studiengangs 180 ECTS-Credits zu erwerben. Als zeitlicher Rahmen sind zwölf Semester für Teilzeitstudierende und sechs Semester für Vollzeitstudierende die Regel. Der Studiengang besteht aus insgesamt neun Modulen.

Zunächst sind vier Basismodule zu absolvieren: das Basismodul Logik, das Basismodul Philosophische Methodik, das Basismodul Theoretische Philosophie und das Basismodul Praktische Philosophie. Ab dem dritten Semester bzw. ab dem sechsten Semester (Studium Philosophie in Teilzeit) sind die Aufbaumodule an der Reihe. Hier geht es um Theoretische Philosophie, Praktische Philosophie, Angewandte Ethik sowie um die Philosophie der Kultur. Der Studiengang Angewandte Philosophie wird mit den sogenannten Abschlussmodulen aus dem Bereich der Theoretischen Philosophie und der Praktischen Philosophie beendet.

 

Hamburg

 

Universität Hamburg

Die Universität Hamburg bietet das grundständige Studium der Philosophie an, welches mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen wird. Wie auch die anderen Studiengänge der Hamburger Fakultät für Geisteswissenschaften gliedert sich der Studiengang in vier Bereiche auf, die zum Studienerfolg beitragen können. Das Hauptfach bzw. das Nebenfach machen die Hälfte bzw. ein Viertel des Studienvolumens aus. Fünfzehn Prozent entfallen auf ABK (Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen). Hier geht es darum, berufspraktische Fähigkeiten zu erlangen. Der vierte Bereich, der mit zehn Prozent des Studienvolumens bedacht wird, ist ein Wahlbereich. Das Hauptfach kann hier vertieft werden, alternativ können sich die Studierenden aber auch für weitere Bereiche entscheiden und zum Beispiel fächerübergreifende Veranstaltungen und Sprachkurse belegen. Das Studium ist auf sechs bzw. zwölf Semester (Teilzeitstudium Philosophie) ausgelegt. Nach einer intensiven Einführungsphase – Philosophie im Allgemeinen, Theoretische und Praktische Philosophie – folgen verschiedene Aufbaumodule und Vertiefungsphasen. Insgesamt hat der Studiengang zum Ziel, grundlegende Fachkenntnisse und Methoden der Philosophie zu vermitteln und die Studierenden in die Lage zu versetzen, Fragestellungen ihres Fachs eigenständig wissenschaftlich zu bearbeiten. Als Berufsfelder, in denen Absolventen nach erfolgreichem Abschluss tätig werden können, nennt die Universität Hamburg zum Beispiel das Bibliothekswesen oder den Bereich der Lehre, aber auch das Verlagswesen und den Journalismus sowie Organisation, Consulting- oder Managementaufgaben in Betrieben, Organisationen und Verbänden.

 

Heidelberg

 

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bietet das Bachelorstudium der Philosophie als Studium mit zwei Studienfächern an. Möchte man hier Philosophie als Hauptfach studieren, hat man die Wahl zwischen der Kombination mit einem Begleitfach (Philosophie macht dann 75 Prozent aus, das Begleitfach 25 Prozent) oder der Kombination mit einem weiteren Hauptfach (Philosophie und das andere Hauptfach nehmen jeweils 50 Prozent ein). Kombinierbar sind viele weitere Fächer, zur aktuellen Auswahl kann man sich jederzeit bei der Hochschule informieren.

Es ist keine Zulassungsvoraussetzung für das Philosophiestudium, dass man das Latinum oder das Graecum nachweist. Wird Philosophie aber zu 75 Prozent studiert, muss man spätestens bis zur Anmeldung der Bachelorarbeit das Latinum oder Graecum (alternativ auch entsprechende Kenntnisse) nachweisen. Wer sich für ein 50-Prozent-Studium der Philosophie (ein weiteres Hauptfach) entscheidet, muss dies nicht tun. Hier sind nur Nachweise von Grundkentnissen des Lateinischen oder Griechischen notwendig. Welche Studieninhalte in welchen Semestern bzw. Studienabschnitten auf der Tages- bzw. Studienordnung stehen, ist von der Ausprägung des Studiums (75 oder 50 Prozent) abhängig. In jedem Fall startet das Studium der Philosophie mit Grundlagen zur Propädeutik und zur Systematischen Philosophie sowie zur Geschichte der Philosophie. Später sind Philosophische Wahlbereiche vorgesehen, die dem Studierenden ermöglichen, eigene philosophische Schwerpunkte zu setzen.

 

Potsdam

 

Universität Potsdam

Die Universität Potsdam bietet Studierenden die Chance, innerhalb von sechs Semestern Regelstudienzeit einen Bachelorabschluss zu erlangen. Bei Teilzeitstudierenden ist die doppelte Studienzeit – zwölf Semester – vorgesehen. Aufgeteilt ist die gesamte Studiendauer in zwei Teil: das Basisstudium und das Vertiefungsstudium. Die Module des Basisstudiums sind „Philosophische Propädeutik/Logik”, „Grundlagen der Ethik”, „Mensch, Gesellschaft und Kultur”, „Grundlagen der theoretischen Philosophie” sowie „Erweiterung der Sprachkenntnisse”. Das Vertiefungsstudium beinhaltet neben einem Ergänzungsmodul die Module „theoretische Philosophie” „Mensch, Gesellschaft und Kultur“ und „Ethik”.

Wer das Studium Philosophie in Teilzeit anstrebt, benötigt die allgemeine Hochschulreife oder eine gleichwertige Leistung, die selbstverständlich von der Hochschule bzw. offiziell anerkannt sein muss. Darüber hinaus sind Englischkenntnisse notwendig, die dem Abiturniveau entsprechen (GER B1) und es muss eine weitere Fremdsprache beherrscht werden (GER A2). Falls Sprachnachweise bei der Immatrikulation noch fehlen, müssen sie bei der Anmeldung zur Bachelorarbeit (spätestens) nachgereicht werden. Wer hier von Anfang an ein Teilzeitstudium anstrebt kann den Antrag direkt bei der Immatrikulation abgeben. Studierende, die erst später von Voll- auf Teilzeit umsteigen möchte, können dies bei der Rückmeldung zum neuen Semester tun.

 

Saarbrücken

 

Universität des Saarlandes

Die Universität des Saarlandes eröffnet Studierenden vieler Fachrichtungen die Möglichkeit, in Teilzeit zu studieren. Philosophie berufsbegleitend zu studieren, wird damit für viele Studierende möglich. Wie an einigen anderen Universität kann auch in Saarbrücken das Philosophiestudium als Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengang absolviert werden. Hier gibt es viele Kombinationsmöglichkeiten, zum Beispiel mit Jura, BWL oder Informatik. Insgesamt sind im Vollzeitstudium sechs und im Teilzeitstudium zwölf Semester vorgesehen (Regelstudienzeit).

Wer ein Studium Philosophie in Teilzeit anstrebt, muss immer für das Folgesemester einen entsprechenden Antrag stellen. Während des Semesters ist kein Wechsel vom Voll- zum Teilzeitstudium möglich. Für die Beantragung eines Teilzeitstudiums sind bestimmte Gründe notwendig. Diese können zum Beispiel in der beruflichen oder familiären Situation liegen oder krankheitsbedingt sein. Es ist notwendig, dass die Gründe nicht nur im Antrag genannt werden, sondern dass auch entsprechende Nachweise existieren und dem Antrag beiliegen. Die inhaltliche Ausrichtung der Philosophischen Fakultät an der Universität des Saarlandes ist von der Analytischen Philosophietradition und dem interdisziplinären Ansatz geprägt.

Neben weiteren geisteswissenschaftlichen Disziplinen werden hier auch die Natur- und Sozialwissenschaften, die Mathematik und zusätzliche Fachwissenschaften berücksichtigt. Im philosophischen Bereich werden Sprachphilosophie und Logik, die Philosophie des Geistes und die Anthropologie, die Erkenntnistheorie, die Wissenschaftstheorie sowie Ethik und Geschichte der Philosophie behandelt.

 

Siegen

 

Universität Siegen

Die Universität Siegen hält verschiedene Varianten für Interessenten am Studienfach Philosophie bereit. So kann Philosophie im Rahmen von Bachelorstudiengängen entweder als Kernfach oder als Ergänzungsfach studiert werden. Darüber hinaus kann es zur Qualifizierung für das Lehramt an Haupt-/Real- und Gesamtschule oder an Gymnasium oder Gesamtschule gehören. Philosophie als Kernfach wird in Siegen durch das Absolvieren von neun Modulen studiert. Diese teilen sich auf in drei Einführungsmodule, drei Qualifikationsmodule und drei Module aus dem Wahlpflichtbereich. Zu jedem Modul gehören zwei Veranstaltungen und eine Einzelleistung. Im ersten Studienabschnitt (Einführung) zählt vor allem der Aufbau des notwendigen Grundwissens sowie das Erlernen von Grundfertigkeiten, die im Studienverlauf und für die spätere Berufstätigkeit benötigt werden.

Die Logisch-hermeneutische Propädeutik gehört ebenso dazu wie z.B. die Formale Logik, die Geschichte der Theoretischen Philosophie und der Einführungskurs Ethik. Möglichkeiten zum Teilzeitstudium, das in der Regel die halbe Studiendauer der Regelstudienzeit (also zwölf Semester) in Anspruch nimmt, werden aktuell von den zuständigen Studienberatern erläutert. Die Optionen hängen unter anderem stark von der gewählten Studien- bzw. Fächerkombination ab.

 

FernstudiumFernstudium als Alternative

 

FernUni Hagen

Die FernUni Hagen bietet zwar nicht die Möglichkeit an, das Fach Philosophie im Rahmen eines Bachelorstudiengangs zu studieren. Allerdings wird dort das Fach Kulturwissenschaften mit dem Fachschwerpunkt Philosophie angeboten, welches man mit einem Bachelor abschliessen kann.

Wer sich hierfür einschreiben möchte, muss die Hochschulzugangsberechtigung vorlegen – beispielsweise das Abiturzeugnis, das Zeugnis einer geeigneten fachgebundenen Hochschulreife (Sozialwissenschaften/Soziologie, Philosophie, Literaturwissenschaft oder Geschichte) oder einen passenden ausländischen Bildungsnachweis.

Das Teilzeitstudium ist auf zwölf Semester ausgelegt, was einer Arbeitsbelastung von rund 19 Wochenstunden entspricht. Es werden insgesamt elf Module absolviert, die sich aus dem Fachschwerpunkt und dem Nebenfach ergeben. Wichtig für angehende Philosophen ist unter anderem das Modul „Einführung in die Philosophie“. Die Bachelorarbeit wird ebenfalls im gewählten Fachschwerpunkt geschrieben. Das Besondere am Fernstudium an dieser einzigen öffentlichen FernUniversität Deutschlands ist das hohe Maß an Flexibilität. Zwar gibt es diverse Präsenzseminare und die Pflicht, an Prüfungen teilzunehmen, die z.B. an Partnerhochschulen geschrieben werden – die meisten Studienleistungen kann man aber zu Hause oder an jedem beliebigen Ort erbringen. Viele Studienunterlagen werden per Post zugesendet. Darüber hinaus gibt es heute auch zahlreiche Onlineseminare, Online-Vorlesungen und andere internetbasierte Lern- und Lehrangebote. So kann man sich über spezielle Foren beispielsweise mit seinen Mitstudierenden oder mit den Lehrenden austauschen und bleibt trotz der „Fernregelungen“ in engem Kontakt mit seinem Studienteam.